Am Donnerstag den 09. September 2010 ging es, wie schon länger geplant, in Richtung Laos. Der Plan war Tubing in Vang Vieng zu unternehmen. Gebucht war ein Flug nach Bangkok (Ankunft gegen 21:30 Uhr am Internationalen Flughafen) und ein Inlandsflug mit Nokair vom alten Flughafen nach Udon Thani. Udon Thani liegt ca. 80km vor dem Grenzübergang nach Laos über die “Frendship Bridge” und man kann einen Bus nehmen, der direkt von Udon Thani nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos und Sprungbrett nach Vang Vieng, fährt.

Wir hatten uns im Vorfeld ausgiebig darüber informiert, mit welchem Bus man wann, von wo wie nach Vientiane kommt und wie es von dort dann weiter nach Vang Vieng geht. Die am wenigsten zeitintensive Lösung besteht darin einen “International Bus” von Udon Thani nach Vientiene für 80 Baht zu nehmen. Dieser fährt um 8 Uhr an der Bushaltestelle “The Bus Station” in Uon Thani ab. Den International Bus in Udon Thani um 8 Uhr zu bekommen stellte auch den einzigen kritischen Punkt während unseres dreitägigen Trips dar, da der nächste Bus erst um 10:30 Uhr fährt. Da der Bus jedoch an der Grenze zu Laos nicht unbdingt hinreichend lange wartet, um ein Visa on Arrival zu beantragen, sollte man den Bus nur nehmen wenn  man bereits ein Visum hat. Deshalb ging ich in der Woche vor unserem Abflug zur laotischen Botschaft in Singapore und habe bereits im Vorfeld ein Visum für den doppelten Preis (65 USD) gegenüber dem Visa on Arrival beantragt. Meine beiden Arbeitskolleginen besitzen einen Reisepass der ASEAN-Länder, die eine aus Singapore und die andere aus Indonesien, so dass sie kein Visum benötigen. Wir waren somit ideal vorbereitet möglichst wenig Zeit bzgl. des Transports nach Vang Vieng zu benötigen.

Nun aber zurück zum Anfang:

Es ging mit mehr Gepäck nach Bangkok wie geplant, da ich statt Sonntags zurück nach Singapore in Bangkok bleiben musste, da hier von Montag bis Mittwoch eine Konferenz stattfand.

Am Donnerstag auf der Arbeit musste ich noch 200 Kopien von einer Brochüre ausdrucken, da sie in Belgien nicht rechtzeitig gedruckt werden konnten und somit auch nicht pünktlich zur Konferenz in Bangkok eintreffen würden. Somit ging es mit 200 Kopien an Brochüren, meiner Tasche für Bangkok und meinem Rucksack für Laos gegen 18 Uhr in Richtung Changi Airport.

Meine Arbeitskollegin Kelly-Ann sowie meine Arbeitskollegin Felicia waren bei diesem Trip mit dabei, wobei Felicia bereits eine Woche zuvor aus beruflichen Gründen in Bangkok war und mit einem Nachtzug nach Udon Thani gefahren kommt. Treffpunt war 7:30 Uhr am Freitag morgen an der Bushaltestelle in Udon Thani, von wo aus es direkt nach Vientiane geht.

Nach der Ankunft in Bangkok gegen 21:30 Uhr ging es mit dem ganzen Gepäck erst mal ins Hotel Dusit Thani, wo wir am Sonntag einchecken würden. Wir haben die Brochüren und unsere Taschen dort gelassen, da wir uns die Zeit in der Stadt vertreiben wollten bis wir unseren Weiterflug am nächsten morgen um 6 Uhr antreten mussten. Ich hatte im Lonely Planet gelesen, dass es in Patpong eine Bar Namens Radio City gibt, in der jeden Tag außer Sonntags ein thailändischer Elvis auftreten soll. Wir machten uns daher auf den Weg die Bar aufzusuchen. Die Patonggegend in Bangkok liegt direkt um die Ecke des Dusit Thani Hotels. Allerdings waren wir insgesamt zu spät um den Auftritt noch mitzuerleben. Nichtsdestotrotz gönnten wir uns ein Bier in Radi City und klapperten dannach noch einige andere Bars ab.

Gegen 3 Uhr morgens gingen wir dann zurück ins Hotel, schnappten uns unseren Rucksack und fuhren mit dem Taxi zum alten Flughafen in Bagkok. Dann folgte eine Stunde Schlaf auf dem Fußboden in der Wartehalle. Um 5 Uhr checkten wir ein, um 6 Uhr hob der fliger pünktlich ab und wir landeten daher pünktlich um 7 Uhr in Udon Thani. Wir nahmen uns ein überteuertes Taxi für 200 Baht um zu der 7km entfernten Bushaltestelle “The Bus Station”. Aus irgendeinem Grund gab es am Flughafen in Udon Thani keine Tuk-Tuks und keine normalen Taxis. Statt dessen gab es nur Privatwagen, die als Taxis fungierten. Somit hatte man keine alternative Fortbewegungsmöglichkeit und da laufen auch keine wirkliche Alternative darstellt, stellen sich entsprechend sowas wie Monopolpreise ein.

wohlverdienter Schlaf...

Ankunft am Udon Thani Airport

Kelly-Ann und ich kamen gegen 7:20 Uhr am der Busstation an und wollten direkt drei Tickets für den 8 Uhr Bus nach Vientiane kaufen. Allerdings erklärte uns der nicht-englisch-sprechende Thai am Schalter, dass es keine Tickets mehr gibt. In Anbetracht dessen, dass der Zug von Felicia auch 1h Verspätung hatte und sie erst um 8:20 Uhr ankam, war es sozusagen egal ob es Tickets gab oder nicht, da wir den 8 Uhr Bus so oder so nicht hätten nehmen können. Wir beide nahmen daher an einem Tisch in der Eingangshalle der Busstation Platz direkt gegenüber einer Polizeistation. Während wir auf Felicia warteten bemerkte ich gegen 8 Uhr, dass sich alle Leute urplötzlich erhoben. Da allerdings nichts zu passieren scheinte bleiben wir zunächst sitzen. Mir kam die ganze Sache jedoch etwas komisch vor. Während ich darüber grübelte was es wohl mit dem Aufstehen auf sich haben könnte, ertönte urplötzlich eine Musik die starken Nationalhymnencharakter hat. Wir überlegten daher ob man auch als nicht-Thai sich dann erhebt…Allerdings erledigte sich die Überlegung relativ schnell der Polizist gegenüber signalisierte uns mit grimmigen Blick und wildem Herumfuchteln mit seinem Polizeistock, dass wir doch so nett sein sollten und uns erheben.

"The Bus Station" in Udon Thani

Um die Bushaltestelle herum

Nachdem Felicia ankam wollten wir also als alternative Lösung, um nicht die Zwit wartend in Udon Thani zu verbringen, einen Bus nach Nonkai nehmen von woaus wiederum ein “International Bus” direkt nach Vientiane fährt. Allerdings kam der Bus nach Nonkai wohl auch erst wieder in einer Stunde. Glücklicherweise hatte uns allerdings ein Tuk-Tuk-Fahrer entdeckt, der uns auch sogleich anbot für einen lächerlich geringen Preis direkt in das 80km entfernte Nonkei zu bringen. Den Hinweis, dass wenn etwas so günstig ist, dass es zu schön ist um wahr zu sein, dann wird es wohl auch nicht wahr sein, den wir mehrmals gelesen hatten, hatten wir in diesem Moment verdrängt. Aber es hätte uns eigentlich auffallen müssen, dass Tuk-Tuks in der Regel nur innerhalb von Städten für kleine Distanzen eingesetzt werden und nciht für langwierige Überlandfahrten. Auch hätten wir merken müssen, dass eine Preis eines Tuk-Tuk-Fahrer der unter dem Preis der öffentlichen Verkehrsmittel liegt mit gewissen anderen Abstrichen verbunden sein muss. Und so kam es, dass uns der Tuk-Tuk-Fahrer 5 Minuten außerhalb der Stadt absetzte mit dem Hinweis wir seinen nun am Bus. Der kam auch, allerdings musste der auch bezahlt werden und wir waren somit in der Summe teurer als wenn wir den Bus in Udon Thani nach Nonkei genommen hätten.

Im Tuk-Tuk zur Bushaltestelle, von wo aus es dann wirklich nach Nonkai ging

Im Tuk-Tuk auf dem Weg zur Bushaltestelle

Wir kamen also mit dem Bus in Nonkai um 12:15 an und mussten feststellen, dass der “Internatinal Bus” um 11:00 bereits Abfuhr. Der nächste war für 14:30 geplant. Das war natürlich viel zu spät. Deshalb nahme wir erneut ein Tuk-Tuk welches uns an die thailändische Grenze brachte. Wir reisten aus Thailand aus und nahmen den Bus, der einen über die Friendship Bridge nach Laos brachte. Dort stellten wir uns in der Schlage für die Einreise nach Laos an. Nach dem wir an der Reihe waren erfuhren wir, dass man auch mit Visum eine Einreisekarte ausfüllen muss. Deshalb mussten wir diese ausfüllen und uns erneut anstellen. NAchdem wir erneut dran waren, konnte Kelly-Ann mit ihrem Reisepass aus Singapore ohne weitere Probleme einreisen. Für Felicia galt dies allerdings nicht und sie musste sich nach ewiger Diskussion dann für ein 30 USD Visa on Arrival an der Grenze kümmern und erneut anstellen. Ich HÄTTE problemlos einreisen können, wenn die gute Frau hinterm Schalter bei Annahme meines Passes (in dem das Visum war) und meiner ausgefüllten Einreisekarte nicht mit ihrem Kollege ein Schwätzchen gehalten hätte. Während sie dies nämlich tat viel ihr meine Einreisekarte auf den Boden. Nach dem das Schwätzchen beendet war, nam sie meinen Reisepass und die Einreisekarte, die wie üblich vor ihr auf dem Tisch lag. Dies war jedoch die meines Vorgängers! Sie stellte sodann völlig korrekt fest, dass die Daten des Passes nicht zu denen auf der Karte passten. Was sie noch viel mehr verwirrte war, dass ich bereits ein Visum hatte, was an einem Tag ausgestellt wurde, der 7 Tage in der Vergangenheit liegt ich aber erst jetzt einreise und das Visum trotzdem gültig war. 98% der Fälle sehen wahrscheinlich so aus, dass sich Backpacker ein Visa on Arrival holen bei dem Tag der Ausstellung und Tag der Einreise zusammenfallen …Wie konnte das sein? Sie überprüfte im PC mehreremale abwechselnt die Namen in meinem Pass, auf dem (falschen) Einreiseschein, die Daten auf dem Visa, die Visanummer etc. Ich versuchte ihr irgendwie klarzumachen, dass sie die flasche Einreisekarte hat und meine auf dem Boden in ihrem Häuschen liegt. Es half alles nichts, die Frau war übefordert: Das echte laotische Visa sagt ganz eindeutig : Ich darf einreisen! Es stimmt auch mit den Passdaten überein, aber wieso fülle ich dann die Karte flasch aus…? Sie gab mir dann irgendwann alles zurück und meinte ich solle Visa beantragen. Mit dem Zettel und dem Reisepass in der Hand konnte ich dann pantomimisch darstellen, dass es sich nicht um meinem Einreisezettelt handelt und meiner auf dem Boden ist. Nachdem sie ihn fand dauerte es ca. 60 Sekunden und ich hatte meinen Einreisestempel und konnte einreisen.

An der laotischen Grenze

Dann ging es nach 5 minütiger Verhandlung mit 17 Tuk-Tuk-Fahrern und 12 Taxifahrern und 4 Privatleuten mit einem Tuk-Tuk auf den Markt nach Vientiane. Auf bzw. nebem dem Markt war such die Busstation. Wir gingen zum Bus der nach Vang Vieng fährt allerdings waren Kelly-Ann, Felicia und ich realtiv schnell einer Meinung, dass wir den vllt. doch nicht nehmen sollten: Ich war ja alles gewöhnt aus Asien, aber sowas abgeranztes…Du liebe Zeit. Die Leute saßen und standen überall, von Platz keine Spur und Abfahrt sollte erst um 14 Uhr sein. 4h da drin war sehr schwer vorzustellen. Wir schauten uns deshalb nach der alternativen Möglichkeit einen Minivan zu buchen um. Wir wurden auch sofort angesprochen nachdem wir etwas ratlos umherschauten. Für 200 Baht (5 Euro) pro Person hatten wir einen Platz. Der Minivan fährt um 13:30 Uhr ab und somit hatten wir noch 30 Minuten um auf dem Markt etwas zu essen. Wir entschieden uns für eine Art Foodcourt nur schlechter und da uns keiner verstand bestellten wir durch deuten das was alle am Tisch aßen: irgendeine Art Suppe mit allem drinne.

Teile des Marktes in Vientiane

Die Bushaltestelle in Vientiane gegenüber vom Markt

Unser "Restaurant" fürs Mittagessen

Das Mittagessen

Dann ging es los: Mit durchschnittlich 80km/h auf der mit Abstand schlechtesten Straße die ich je gesehen habe. Ich musste mich mit beiden Händen abstützen, dass ich mir nicht den Kopf anstoß. Der Minivan hat sekündlich komplett eingefedert und es hat Schläge in der Nähe der Achse gegeben noch und nöcher. Teilweise hab ich einfach nur noch ein Lachanfall bekommen so unglaublich war es. Überholt wurde alles und jeden immer und überall und gehupt wurde sowieso. Kinder spielten am Straßenrand an denen wir mit 80 Sachen im 2 Meterabstand vorbeifuhren. Alle 10 Minuten musste der Fahrer jedoch auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen, weil die Straße zuende war, tiefe Löcher hatte oder einfach so kaputt und hüglig war, dass der Minivan sonst aufgesetzt hätte oder sich bei konstanter Geschwindigkeit unter garantie überschlagen hätten. So wie der Fahrer gebremst hat, wusste er aber davon wohl nichts. Alles kam “überraschend”. Dagegen war im Nachhinein die Busfahrt in Malaysia hoch in die Cameron Highlands geradezu entspannend. Das einzig schöne an der Fahrt war die Aussicht die man in die Umgebung hatte und die weiten grünen Wälder.

Auf der Fahrt nach Vang Vieng

Auf der Fahrt nach Vang Vieng

Wir kamen nach 5h um 19 Uhr in Vang Vieng an (155km von Vientiane entfernt), da der Fahrer 15 mal unterwegs angehalten hatte und seinen Freunden oder Geschäftkollegen oder änlichem zu plaudern, Sachen zu verfrachten half oder Pinkelpause machen musste.

Vang Vieng liegt 155km entfernt nördlich von Vientiane und ist im Endeffekt ein kleines Dorf wie eines der hunderten durch die wir gafahren sind auf dem Weg nach Vang Vieng. Der einzige Unterschied ist, dass hier jedemenge Touristen zwecks Tubing herkommen. Vang Vieng besteht aus gerade mal 3 oder 4 Straßen und ist keine 2km lang. Aber hier gibt es hunderte von Restaurants und Guesthouses und etliche Unternehmen die alle möglichen Tagestouren anbieten. Es ist allerdings ein reiner Backpacker Tourismus, den das Motto von Tubing ist “Party”.

Wir haben uns direkt in einem Guesthouse niedergelassen für 100 Baht die Nacht. Dafür haben wir ein wirlich schönes Zimmer gehabt. Dann wurde geduscht und dann ging es direkt zum Abendessen. Beim schlendern durch Vang Vieng haben wir uns schließlich für ein Restaurant entschieden, dass mit guter Pizza warb. Allerdings habe ich mich für roten Thai Curry entschieden, wa sich als gut herausstellte, da die Pizza alles war außer Pizza. Zufälligerweise saßen am Tisch hinter uns drei Leute vom Irish Dragon Boat team, die mich auch sogleich begrüßten als wir das Restaurant betraten. Sie gaben us den Tip, dass man kostenlos einen Eimer Alkohol in der Bucket Bar zwischen 22:00 und 22:30 bekommt. Nachdem Essen schlenderten wir noch etwas durch das Dorf und trafen um 22:00 an der Bucket Bar ein. Die kostenlosen Eimer bezogen sich allerdings nur auf Wiskey Mixgetränke, der schwer nach irgendwas selbstgemachtem aussah. Ich entschied mich mal frei Schanutze für Wiskey-Lime. Von Wiskey keine Spur aber teuflisch süß, so dass ich nach zwei Zügen genug hatte. Es ging dann auf Grund der überwältigen Müdigkeit und der einen Stunde Schlaf am Vorabend ins Guesthouse.

Wir versuchten den Pancake Banana & Nutella. Er war sehr gut.

Der Banana & Nutella Pancake

Bucket Bar

Am nächsten Morgen buchten wir zunächst ein Ticket für einen Minivan zurück nach Vientiane. Anschließend gingen wir die Straße hoch und frühstückten der Empfehlung zu Folge von Lonely Planet in der Luang Prabang Bakery. War allerdings auch nichts besonderes und für 1,3 Rühreier wurde für laotische Verhältnisse ein recht stolzer Preis verlangt. Anschließend buchten wir ein Tuk-Tuk, das uns zu einer 7km entfernt gelegenen Höhle brachten. Für die 7km haben 40 Minuten gebaucht, da der Weg nicht befestigt war und noch schlimmer war als die Straße. Im ungefederten Tuk-Tuk auch eine gewisse Attraktion. Wir stiegen dann in die durchaus rutschige Höhle. Anschließend wollten wir in der “Blue Lagoon” vor der Höhle baden gehen. Das passte zeitlich auch halbwegs, da es gerade anfing zu regnen. Wir stellten unsere Sachen in einer der Holzhütten unter und wanderten durch den Matsch zur Blue Lagoon. Hier haben wir dann etwas verweilt.

Auf dem Weg zur blauen Lagune und der Höhle

Auf dem Weg zur blauen Lagune und der Höhle

Auf dem Weg zur blauen Lagune und der Höhle

Auf dem Weg zur blauen Lagune und der Höhle

Auf dem Weg zur blauen Lagune und der Höhle

Auf dem Weg zur blauen Lagune und der Höhle

Auf dem Weg zur blauen Lagune und der Höhle

Bei Ankunft an der Blauen Lagune und vorn Aufgang zur Höhle

Der Aufgang zur Höhle

Am Eingang zur Höhle. Innen wurde es dann in der Tat richtig dunkel.

Die Blaue Lagune von Vang Vieng

Action in der Blauen Lagune.

Felicia und ich auf dem "Sprungbaum" zu Vang Vieng.

Die Reisetruppe

Anschließend ging es zurück und direkt zum “Tubing rental”. Wir mieteten uns ein Tube. Das wurde mit 9 anderen Tubes aufs Dach eines kleinen Transporters geschnallt. 10 Backpacker quetschten sich auf die Ladefläche. Dann geht es 3km flußaufwärts. Dort ist dann die Einstiegstelle in den Fluss.

Tubing läuft im Prinzip so ab: man setzt sich in diesen Gummiring, paddelt sich raus in die Mitte vom Fluß und läßt sich von der Strömung den Fluss runter treiben. Dabei kann man dann die definitiv sehr schöne Landschaft um Vang Vieng betrachten. Allerdings wird dieses “den Fluss herunter treiben” planmäßig alle 200 Meter unterbrochen, zumindest für die vorderen 1,5km. Denn alle 200 Meter befindet sich eine Bar am Uferrand, bei er alle Art Musik läuft, man keinen Eintritt zahlen muss, es einen/mehrere Bienenwiskey kostenlos gibt und Alkohol generell günstig ist. Dazu wird dann eine Mischung aus Wasserrutschen, Sprungtürmen und anderen Attraktionen, die sich gut mit Alkohol vertragen, angeboten (kostenlos) bei denen man sich selbst knadenlos in den Nam Son River feuern kann. Verückte Welt. (Sämtliche Bars sind natürlich ISO 9001 zertifiziert, das Personal besucht regelmäßig die von der Gemeinnde Vang Vieng veranstalteten Erstehilfe-Kurse und das Sprungturmgerüst ist im wahrsten Sinne des Wortes nach alter laotischer Handwerkskunst aus frischem jungem Urwaldholz gebaut)

Auf der Ladefläche des Minivans, der uns zusammen mit sieben anderen Backpackern und 10 Tubes 3km flussaufwärts brachte.

Blick aus dem Minivan heraus, nachdem Verlassen von Vang Vieng.

Ankunft. Start des Tubing. Von hier aus geht es flussabwärts. Zunächst aber ein Boxenstop in der Bar links von uns.

Abgabe der Tubes an der ersten Bar. Wenn es weiter gehen soll, schnappt man sich einfach einen Ring und los geht's.

So ging es also los. Noch bevor wir nasse Füße hatten ging es erst mal hoch zur ersten Bar. Jeder bekam ein Bienenwiskey in die Hand gedrückt und wir haben uns ein Bier bestellt. Zur Abkühlung bin ich dann mal gerutscht und nach ca. 30 Minuten ging dann das Tubing los. Da zur Zeit Hochwasser war, war der Fluß braun und die Strömung war durchaus schnell. Keine 2 Minuten später kamen wir der 2. Bar näher. Ein Mitarbeiter der Bar (geschätzte 11 Jahre alt) wirft mir einen Rettungsring raus auf den Fluß, den ich fange und dann “zieht” mich der Mitarbeiter an Land. So läuft das immer ab, da man sonst keinen Boxenstop einlegen kann aufgrund der Strömung. Nachdem Kelly-Ann und Felicia 5 Minuten später auch da waren (sie paddelten nämlich nicht raus auf den Fluß sondern “warteten” am Uferrand, dass die Strömung sie abholt) bestellten wir uns ein weiteres Bier. An dieser 2. Bar gab es auch den Turm, von dem aus man sich an einem Seil raus auf den Fluss schwingen kann. Das wollte ich auch mal ausprobieren und ich schaute mir daher an, wie die ganze Sache abläuft. Mir viel auf, dass die Strömung recht Stark war an der Stelle an der man ins Wasser fällt und alle deshalb recht zugig versuchten aufzutauchen undsofort Richtung Ufer schwommen, bis ein anderer Mitarbeiter einen Rettungsring ins Wasser wirft, den man fangen sollte (sic!) damit man dann aus dem Wasser gezogen werden kann. Während ich dies beobachtet traf ich 4 deutsche Praktikanten aus Singapore. Ich schlug also meinen Kolleginen vor wir machen das auch mal. Allerdings wollte nur Felicia, da Kelly das Spektakel filmen wollte. Ich erklärte Felicia also wie es ungefähr abläuft und sagte ihr, dass das wichtigste sei danach Richtung Ufer zu schwimmen und den Ring zu fangen. Gesgat getan: Felicia schwingt sich runter, lässt los, taucht auf und wischt sich Wasser aus dem Gesicht und wischt sich Wasser aus dem Gesicht und wischt sich Wasser aus dem Gesicht und wischt sich noch mal Wasser aus dem Gesicht. Der dauerte ca. 2,5 Sekunden, allerdings war das genug um außer reichweite des Rettungsringes zu kommen. Das bemerkte auch Felicia und fing dann verzweifelt an zu versuchen gegen die Strömung zu schwimmen, natürlich ohne Erfolg. 30 Meter weiter den Fluss runter war allerdings noch ein Baum an dem ein weiterer Rettungsring befestigt war, der sozusagen genau in der Strömung hing. Felicia wurde daher genau in diesen reingetrieben. Nur: man muss selbst zur Seite schwimmen mit dem Ring und wird nicht herausgezogen. Ich rief ihr also vom Turm aus zu und machte hasstige Bewegungen und nach einer Weile schien es so als habe sie es verstanden.

Dann kam ich an die Reihe: losgelassen ins Wasser gefallen, aufgetaucht, dreimal Richtung Ufer gekrault, den Ring gefangen und ich wurde an Land gezogen. Dann wollte ich mich an einem Bambusstab aus dem Wasser ziehen, der jedoch abbrach und ich rückwärts wieder ins Wasser mit Strömung rutschte, diesmal nur ohne Rettungring. Ich hielt mich aber an einem der hölzernen Pfosten des Turmes fest und krabellte dan aus dem Wasser. In der Bar angekommen wurde ich dann darauf hingewiesen, dass ich an der Hand blute. Und in der Tat ich hatte mich beim Abrutschen zweimal sehr sehr tief am Finger geschnitten. Es gab aber in der Bar ein 40 Jahre altes Desinfektionsmittel und Tape, so dass ich meinen Daumen verarzten konnte.

Der Inhaber (oder so ähnlich) der ersten Bar und sein kostenloser "Bee-Wisky".

Der "Bee-Wisky"

Der Blick den Nam Song hinunter von der ersten Bar aus.

Ja und so ging es weiter von Bar zu Bar. Insgesmt haben wir an 4 von 11 möglichen angehalten. An der letzten Bar war dann jedoch noch mal Kelly-Ann dran sich auf Wasser hinaus zu schwingen. Im Prinzip fand hier das gleiche Malheur statt wie bei Felicia nur noch etwas unglücklicher: rausgeschwungen und nicht losgelassen, stattdessen weiter festgehalten. Nach dreimal schwingen hatte sich die Höhe bereits dramtisch reduziert, allerdings lies Kelly-Ann nicht oben los, so dass man gerade in Wasser fällt sonder “kurz vor unten”, so dass man mit den Füßen aus voller Fahrt zuerst im Wasser ist, dabei seine Schuhe verliert und einen grandiosen Bauchplatscher hinlegt. Dann Wasser aus dem Gesicht, Wasser aus dem Gesicht…Rettungsring verpasst und schön den Fluß runter getrieben und dabei natürlich nicht Richtung Ufer sondern gegen die Strömung geschwommen. Der Mitarbeiter der Bar ist dann am Ufer Kelly-Ann hintergerant, hat sie irgendwann eingeholt und überholt und ihr dann den Ring zu geworfen. In der Zwischenzeit hatte der Mann am Turm mir grünes Licht gegeben. Nachdem ich aus dem Wasser auftauchte, merkte ich, dass das grüne Licht etwas früh kam, denn der Mitarbeiter von der Bar war ja flußabwärts bei Kelly-Ann und konnte somit mir keinen Ring zu werfen. Ich kraulte Richtung Ufer und die Strömung war zum Glück nur in der Flußmitte, so dass ich nach 2 Metern nach links schwimmen in ruhigem Gewässer war.

Die Rutsche der letzten Bar. Sieht nicht nur hoch aus, sondern ist auch hoch. Wie "rutschig" nasse Fließen sind kennt ja jeder aus dem heimischen Bad...

Der Blick flussaufwärts. Man erkennt grob die Bars am Uferrand.

Die "letzte große Bar" vor Vang Vieng.

Wer will konnte eigentlich immer und überall Matsch-Fußball und Match-Volleyball spielen. So auch in der letzten großen Bar vor Vang Vieng.

Der Turm der letzten Bar

Der Blick (von der Rutsche) in die Umgebung

Der Blick (von der Rutsche) in die Umgebung

Der Blick (von der Rutsche) in die Umgebung

Der Blick (von der Rutsche) in die Umgebung

Anschließend ging es dann zurück Richtung Vang Vieng. auf den letzten 1,5 km gab es keine Bars mehr, so dass man sich die Zeit mit paddeln vertreiben konnte oder einfach den Blick auf die Landschaft genoss. Am Abend ging es dann in eine Traditionelles laotisches Restaurant und naschließend direkt zurück ins Hotel ins Bett, denn am nächsten Morgen fuhr unser Minivan gegen 9 Uhr ab. ImHotel habe ich dann gemerkt, dass meine Kamera nicht mehr da ist. Da ich sie jedoch nach dem Tubing noch hatte und wir nichts gemacht hatten, nachdem wir die Tubes zurückgebracht hatten,  vermutete ich, dass ich die Kamera dort habe stehen lassen.

Auf dem Weg zurück nach Vang Vieng, nach Verlassen der letzten Bar

Auf dem Weg zurück nach Vang Vieng, nach Verlassen der letzten Bar

Auf dem Weg zurück nach Vang Vieng, nach Verlassen der letzten Bar

Unsere Beilage zum Abendessen

Unser Abendessen: Gebratener Reis und gebratene Nudeln

Ja....an einem Friseursalon kamen wir auch noch vorbei. Allerdings hatte der schon zu.

Am nächsten Morgen sind wir dann aufgrund der guten Erfahrung des Vorabends abermals in das traditionelle laotische Restaurant zum Frühstück gegangen. Anschließend bin ich noch mal bei dem Tubing-Laden vorbei, alledings wusste da keiner was von. Somit waren alle Videos und Bilder und natürlich auch die Kamera weg, die noch nicht mal mir war, sondern von Steinheimer geliehen.

Die Rückfahrt war dann so, wie die Hinfahrt hätte sein sollen. Wir waren in einem 12-Sitzer-Minivan untergebracht, der durchaus Spuren von Komfort aufwies. Wir haben nur eine 15-minütige Pause zum Beine vertreten eingelegt und waren 4h später um 13 Uhr zurück in Vientiane. Wir gingen direkt zum Ticket-Schalter und konnten ohne Probleme drei Tickets für den “International Bus” von Vientiane nach Udon Thani kaufen. Der Bus fuhr an die laotische Grenze, wir verließen das Land, stiegen wieder ein, der Bus fährt über die Frindship Bridge zur thailändischen Grenze, keiner braucht ein Visum und die Einreisezettel wurden im Bus verteilt, so dass wir sie bereits ausgefüllt in der Hand hielten. Nach de Einreise nach Thailand steigen wir in der Bus, der dann in einem Zug nach Udon Thani fuhr. Dort konnten wir dann für 70 Baht mit einem Tuk-Tuk an den Flughafen fahren. Um 18:30 Uhr hob unser Flieger ab in Richtung Bangkok, wo wir um 19:30 Uhr landeten.

Damit war zwar der Laos-Trip bzw. das Tubing Abentuer in Vang Vieng beendet, jedoch war der Abend noch lange, denn wir mussten noch den Messestand aufbauen, auf der wir von Montag bis Mittwoch vertreten sein sollten.