Am Mittwoch Abend den 20.10 ging es mit Singapore Airlines nach Mumbai in Indien. Dort fand am Freitag 22.10 und Samstag 23.10 die Fi India 2010 statt, auf der wir vertreten waren mit zwei Ständen. Hierzu sollte ich beim Aufbau der Messestände helfen wozu der Donnerstag geplant war.

Sicherlich hat ja jeder schon mal davon gehört, dass es viele Menschen in Indien gibt. Was das aber genau bedeutet wurde mir dann am Flughafen so ungefähr klar. Wir wurden vom Flughafen von einem Fahrer abgeholt, allerdings war es nicht allzuleicht diesen ausfindig zu machen wie folgende Bilder zeigen.

 

Ankunft am Flughafen in Mumbai

Ankunft am Flughafen in Mumbai. Wer ist der Fahrer...?

 

Ankunft am Flughafen in Mumbai

Ankunft am Flughafen in Mumbai. Wo ist der Fahrer...?

Da es schon spät war ging es direkt ins Hotel. Bevor wir in den Flieger stiegen sendete meine Kollegin noch eine E-Mail raus, wann genau wir am Donnetag wohin kommen sollten. Da jedoch am Donnerstag morgen beim Frühstück immer noch keine Nachricht da war und auch auf anrufe niemand reagierte, entschieden wir uns vorsichtig den Tag auch anders zu verplanen, jedoch immer bereit zum Aufbruch zu sein. Für mich hieß das, dass ich mich erst mal im Fitnessstudio des Hotels ausgetobt habe.

 

Blick aus dem Hotelzimmer. Norden von Mumbai

Blick aus dem Hotelzimmer. Norden von Mumbai

Gegen 15 Uhr erreichten wir dann den indischen Kollege, der sagte, dass er nun in der Lobby steht. Allerdings war die Kollegin gerade nicht abfahrbereit und wir baten den indischen Kollege daher 20 Minuten zu warten. Dieser hatte aber noch einiges zu erledigen, wie er uns mitteilte und wollte daher etwas wichtiges vom Flughafen abholen und sei dann in 30 Minuten wieder da.

Nach 30 Minuten fanden wir uns dann in der Lobby ein, allerdings war nun der indische Kollege nicht da. Es hatte sich zeitlich etwas verkalkuliert und sei jedoch gleich da. Nach weiteren 30 Minuten bestellten wir uns dann erst mal was zum Trinken. Kaum war die Bestellung aufgegeben kam der indische Kollege in die Lobby spaziert.

Dann ging es mit seinem Fahrer zum Messegelände um schon mal die Eintrittspässe für morgen zu holen und zu sehen, wie weit der Aufbau der Stände ist. Zu diesem Zeitpunkt war es ca. 18 Uhr und die Messe sollte am nächsten morgen um 9 uhr beginnen. Der Anblick der Messehalle verschlug mir erst mal die Sprache.

 

Parkplatz der Messe

Parkplatz der Messe

 

Seiteneingang zur Messe.

Seiteneingang zur Messe.

 

In der Messehalle am Vorabend.

In der Messehalle am Vorabend.

 

Stand des Distributors. Hier sollten wir am nächsten Tag stehen.

Stand des Distributors. Hier sollten wir am nächsten Tag stehen.

 

Der Nachbarstand wird auch gerade zummenfuhrwerkt.

Der Nachbarstand wird auch gerade zummenfuhrwerkt.

Naja es war ja noch die ganze Nacht noch Zeit und 40.000 Arbeiter in so einer Halle schaffen bestimmt einiges weg…

Es sollte dann direkt zum Abendessen gehen, da es jedoch noch recht früh war, wurden wir zunächst zu einem der schönen Strände in Mumbai gebracht, an dem sich die Inder Abends treffen. Hier lernte ich dann die indische Vorstellung eines schönen Strands kennen.  Vorteil eines Strands: Platz für viele Leute. Soll jeder selbst beurteilen.

 

Ja, es handelt sich um einen Strand in Mumbai gegen 19:00 Uhr.

Ja, es handelt sich um einen Strand in Mumbai gegen 19:00 Uhr.

 

Ja, es handelt sich um einen Strand in Mumbai gegen 19:00 Uhr.

Ja, es handelt sich um einen Strand in Mumbai gegen 19:00 Uhr.

Anschließend ging es dann zum Abendessen. Da ich unbedingt tandoori Chicken essen wollten, wurden wir in ein feines indisches tandoori Restaurant gebracht, dass sich im Sheraton Hotel befand. Hier haben wir sehr lecker gespeist.

 

In einem tandoori-Restaurant im Hotel Sheraton.

In einem tandoori-Restaurant im Hotel Sheraton.

 

Naan mit Bohnensauce, wenn ich mich recht erinnere.

Naan mit Bohnensauce, wenn ich mich recht erinnere.

Die nächsten zwei Tage war dann Messe. Alles lief eigentlich ab, wie es sein sollte. Die Messestände in der Halle waren tatsächlich alle aufgebaut. Allerdings wurde viel gepfuscht. Ein Beispiel hierzu war unsere Vitrine, die wir an einem Stand hatten. Abgesehen davon, dass die Tür nur schwer auf und zu ging, weil sie verkantet eingesetzt war, lagen die Glasscheiben nicht gerade drin. Aber das konnte man als Besucher unseres Stands nur bei genauem Hinschauen feststellen, weshalb es nicht weiter schlimm war. Allerdings hatte man wohl vergessen die Scheiben alle zu putzen. Die Scheiben waren so dreckig, dass man kaum hindurchsehen konnte. Ich fragte also bei unseren indischen Kollegen nach, ob ich schnell mal ein Tuch haben könnte und etwas Glasreiniger. Mir wurde dann gesagt, dass es jemanden gibt, der das für mich macht, ich solle mir keine Sorgen machen, das wird sofort für mich geregelt. Kaum gesagt, wurde auch schon ein Inder herbeigerufen mit dem Auftrag die Scheibe zu putzen. Dieser nahm dann eine alte Zeitung und einen Schluck Wasser und führte zwei, drei kreisförmige Bewegungen in der Mitte der Scheibe durch. Fertig! Nach dem ich ihm dann sagte, dass der Prozess nicht ganz erfolgreich war in Hinblick auf das eigentliche Ziel, kippte er direkt einen neuen Schluck Wasser auf die Stelle der Zeitung, mit der er gerade gewischt hat. Zwei, drei kreisförmige Bewegungen, ein kurzes wanken mit dem Kopf, um eine gewisse Präzision vorzuteuschen. Fertig! Ich hab an der Stelle aufgegeben und wollte später einfach noch mal nachfragen ob ich ein Tusch haben kann. Nach dem Mittagessen fragte ich dann nach einem Tuch und Wasser, da es Reingungsmittel scheinbar nicht gab. Ich wurde dann darauf hingewiesen, dass das ein Kollege sofort für mich erledigt. Nach dem ich dies ablehnte mit dem Hinweis ich würde es gerne selbst machen, wurde mir versichert, dass ich mir diese Arbeit definitiv nicht zumuten muss, ein Kollege macht das schon. An der Stelle viel mir außer ein nachdrückliches „Can I have a tissue and some water? I want to clean the display myself!“ nicht ein und ich bekam mein Tuch und Wasser.

Am Freitag Abend wurden wir dann von einem unserer Distributoren zum Essen eingeladen ins Ritz-Carlton. Hier gab es ein üppiges Buffet und man konnte sich mit jedem mal ein wenig unterhalten und dabei das ein oder andere Bier genießen. Anstatt wie empfohlen ein Taxi in unser Hotel zu nehmen wollten wir mal ein kernindisches Tuk Tuk ausprobieren. Wir stoppten also vor dem Ritz-Carlton ein Tuk Tuk und liesen uns heimfahren.

 

Ein Taxi.

Ein Taxi.

 

Ein Tuk Tuk und Fahrer (im Stau).

Ein Tuk Tuk und Fahrer (im Stau).

Am Samstag wurden wir dann von unserem anderen Distributor eingeladen. Dieser brachte uns wieder ins Sheraton Hotel, allerdings in ein anderes Restaurant als am Donnerstag Abend. Zu dem Abend gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, außer, dass unter anderem auch ein Japaner dabei war, der neben mir saß. Dieser scheint der Trinkkultur eher zu als abgeneigt, wie er eindrucksvoll am Donnerstag Abend bereits bewiesen hatte. Der Knaller war dann allerdings als er urplötzlich nach dem Essen am Tisch einschlief. Da relativieren sich dann die Tugenden, die man in Deutschland so pflegt: aufrecht sitzen, ordentlich essen, keine Ellenbogen auf dem Tisch. Ich hab mich dann auch mal etwas freier gefühlt beim Abendessen und habe das ganze einfach fotografiert :-D

 

Das Team eines unseres Standes beim gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant im Sheraton Hotel Mumbai.

Das Team eines unseres Standes beim gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant im Sheraton Hotel Mumbai.

 

Es gab viel neues und interessantes zu Essen.

Es gab viel neues und interessantes zu Essen.

 

One sleeping the other one not.

One sleeping the other one not.

Interessanter war jedoch der Sonntag. Da die Messe bereits Samstag Abend zu ende war und der Flieger meiner Kollegin und mir erst am Sonntag Nacht zurück ging, hatten wir praktisch den ganzen Sonntag zur freien Verfügung.

Ich hatte mich deshalb im Vorfeld bereits etwas über die Stadt mittels Lonely Planet informiert. Allerdings ist ein Tag recht wenig, um eine Stadt anzuschauen. Glücklicherweise gab es jedoch ein Abschnitt im Lonely Planet, der da hieß „Mumbai in one day“. Der Abschnitt bestand im Prinzip aus einer vorgegebenen Route, bei der die wichtigsten Sights abgearbeitet werden. Da die Zeit sowieso knapp war und die Kollegin sich kein Meter informiert hatte, schlug ich vor, diese Rute einfach abzuklappern. Einer unserer Distributoren hatte uns einen Fahrer für den Sonntag organisiert, der uns überall hinfahren sollte. Es stellte sich jedoch direkt nach der Ausfahrt aus dem Hotel raus, dass er kein Wort English sprach (das ist kein Problem, wenn man als Fahrer die Sightseeing-Punkte kennt) und zusätzlich scheinbar die Sightseeing-Punkte nicht kannte bzw. die Karte nicht lesen konnte. Ich musste uns also selbst zu unseren Sightseeing-Punkten navigieren. Diese bestanden aus folgenden Punkten:

  • Banganga & Malabar Hill
Banganga & Malabar Hill

Banganga & Malabar Hill

Banganga & Malabar Hill

Banganga & Malabar Hill

Banganga & Malabar Hill

Banganga & Malabar Hill

Banganga & Malabar Hill

Banganga & Malabar Hill

Banganga & Malabar Hill

Banganga & Malabar Hill

  • Chowpatty Beach (Strand)
Chowpatty Beach

Chowpatty Beach

Chowpatty Beach

Chowpatty Beach

Chowpatty Beach

Chowpatty Beach

  • Mani Bhavan Gandhi Museum
Mani Bhavan Gandhi Museum

Mani Bhavan Gandhi Museum

Mani Bhavan Gandhi Museum

Mani Bhavan Gandhi Museum

Mani Bhavan Gandhi Museum

Mani Bhavan Gandhi Museum

Mani Bhavan Gandhi Museum

Mani Bhavan Gandhi Museum

  • University of Mumbai
University of Mumbai

University of Mumbai

  • High Court
Mumbai High Court

Mumbai High Court

Mumbai High Court

Mumbai High Court

  • Rajabai “Clock” Tower
Rajabai "Clock" Tower

Rajabai "Clock" Tower

  • Oval Maidan
Oval Maidan

Oval Maidan

Oval Maidan

Oval Maidan

  • Chhatrapati Shivaji Terminus (Victoria Terminus)

 

Victoria Terminus

Victoria Terminus

Victoria Terminus

Victoria Terminus

Der Bahnhof (Victoria Terminus) von innen

Der Bahnhof (Victoria Terminus) von innen

Der Bahnhof (Victoria Terminus) von innen

Der Bahnhof (Victoria Terminus) von innen

  • Crawfort Market
Crawfort Market

Crawfort Market

Crawfort Market

Crawfort Market

Crawfort Market

Crawfort Market

Crawfort Market

Crawfort Market

  • Gateway of India
Gateway of India

Gateway of India

Gateway of India

Gateway of India

  • Taj Mahal Palace & Tower
Taj Mahal Hotel

Taj Mahal Hotel

Taj Mahal Hotel

Taj Mahal Hotel

Taj Mahal Tower

Taj Mahal Tower

Insgesamt war das alles recht interessant aber am beeindruckensten ist jedoch immer noch der Verkehr und die Masse an Menschen. Alles, aber wirklich alles was ich bisher in Asien gesehen habe hat nichts mit Mumbai zu tun. Nirgendwo sind so viele Menschen, egal wo man sich aufhält. In keiner Stadt fahren Nachts um 1 Uhr noch so viel Autos herum, als wäre Berufsverkehr. In den 4 Tagen war ich eigentlich immer nur dann nicht von Millionen von Indern umgeben, wenn ich in meinem Hotelzimmer war. Auch sieht man hier die Armut wesentlich deutlicher. Noch nie hab ich so viele Menschen am Straßenrand „leben“ sehen, deren Behausung aus einer Plane bestand, die über den „Gehweg“ gespannt war (nicht zu vergessen die Abgase und der Lärm der Autos „direkt vor der Tür“). Nach Indien kam mir Kambodscha fast wie hoch entwickelt vor.

Ich war mir zum ersten mal in Asien nicht sicher, ob ich da freiwillig noch mal hingehen würde… Ein paar Bilder noch zu Abschluss

 

Tata-Auto

Ich hab soviel von euch gehört. Endlich mal einer in live: Ein Tata-Auto.

 

Ein Tata-Auto

Ich hab soviel von euch gehört. Endlich mal einer in live: Ein Tata-Auto.

 

Tuk Tuks

 

Müllhaufen?

Häuser

Häuser

 

Kuh auf Gehweg

Auf dem Gehweg in der Stadt neben einem Getränkeladen

 

Cricket auf Parkplatz

Cricket ist in Indien Volkssport Nummer 1. Hier wird auf einem engen Parkplatz gespielt.

 

Mittagessen bei Mahesh Lunch Home

Mittagessen bei Mahesh Lunch Home

 

Unser Mittagessen bei Mahesh Lunch Home

Unser Mittagessen bei Mahesh Lunch Home