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Singapore – Bars

In den acht Tagen, in denen Christoph bei mir in Singapore gewohnt hat, waren wir in diversen Bars gewesen. Unter anderem waren wir am Dienstag Abend in einer Bar auf Sentosa, direkt rechts, wenn man in Siloso Beach reinkommt:

Bar auf Sentosa.

Bar auf Sentosa.

Bar auf Sentosa.

Bar auf Sentosa.

Bar auf Sentosa.

Bar auf Sentosa.

In 2010 hat am Raffles Place im OUB Gebäude (nicht UOB Tower) eine neue Rooftop Bar eröffnet namens “1 Altitude”, in der ich selbst bisher noch nicht war. Es ist die höchste Rooftop Bar in Singapore und bietet einen 360-Grad-Sicht über Singapore. Eine ca. 1,50 Meter hohe Glasscheibe stellt das einzige Hindernis dar. Somit stellt diese Bar die New Asia Bar entgültig in den Schatten.

Es geht zunächst mit dem Lift in den 61. Stock. Dort muss dann ein Getränk für 18 SGD erworben werden, was somit der Eintritt für die Bar ist. Dann geht es per Treppe oder wieder Aufzug in den 62. Stock. Hier befindet sich der Eingang, Bar, Tanzfläche und Toilette. Über ein paar weitere Stufen geht es dann in den 63. Stock zur Open-Air-Bar. Die Preise sind dann hier, gegenüber der New Asia Bar, recht angenehem. Als ich an einem Mittwoch dort war, gab es zwei Cocktails für 17 SGD. Laut Karte kostet ein Erdinger Hefeweizen 14,50++, also ca. 17 SGD. Gleiches kostet bei der New Asia Bar 20 SGD und die Sicht ist wie gesagt nicht annähernd so gut wie hier oben.

1 Altitude - Eingangsbereich

1 Altitude - Eingangsbereich

1 Altitude - Richtung City Hall (und New Asia Bar)

1 Altitude - Richtung City Hall (und New Asia Bar)

1 Altitude - Richtung Singapore Flyer

1 Altitude - Richtung Singapore Flyer

1 Altitude - Richtung Marina Bay Sands.

1 Altitude - Richtung Marina Bay Sands.

Ich in der Fotoecke.

Ich in der Fotoecke.

1 Altitude - Richtung China Town.

1 Altitude - Richtung China Town.

Christoph und ich in "1 Altitude".

Christoph und ich in "1 Altitude".

Des Weiteren waren wir noch in der Clubstreet in China Town in einer Bar namens “Ying Yang”. Die Aussicht ist hier nicht besonders, da die Bar nur im 4. Stock ist, jedoch ist die Bar sehr gemütlich eingerichtet. Preislich eher bissi zu teuer meiner Meinung nach, aber wo ist in einer schönen Bar in Singapore schon irgendwas billig…?

Ying Yang - Blick Richtung China Town. Hier Buddha Tooth Relict Temple.

Ying Yang - Blick Richtung China Town. Hier Buddha Tooth Relict Temple.

Links die Bar, rechts Häuser aus der parallel Straße zur Clubstreet.

Links die Bar, rechts Häuser aus der parallel Straße zur Clubstreet.

Christoph und ich in der "Ying Yang" Roof Top Bar.

Christoph und ich in der "Ying Yang" Roof Top Bar.

Dann sind wir noch bei ein paar anderen bekannten Orten gewesen. Ich stelle die Fotos mal nachfolgend zusammen unter dem Motto “Singapore bei Nacht” dar:

Boat Quay.

Boat Quay.

Boat Quay und Raffles Place.

Boat Quay und Raffles Place.

Clarke Quay.

Clarke Quay.

Qlarke Quay.

Qlarke Quay.

Riverside Point.

Riverside Point.

Inside Clarke Quay.

Inside Clarke Quay.

Inside Clarke Quay.

Inside Clarke Quay.

Inside Clarke Quay.

Inside Clarke Quay.

Leider muss ich wieder einen Blog schreiben. Leider, weil ich eigentlich meine Zeit für andere Dinge verwenden sollte. Aber Etihad übertrifft sich von Tag zu Tag selbst in einer Art und Weise, die mich einfach zwingt es nieder zu schreiben. Ich könnte nicht ruhig schlafen und hätte Tag ein Tag aus Gewissensbisse, da die Person, die es eigentlich betrifft mir so am Herzen liegt und weder zeitlich noch technisch die Möglichkeit groß hat es zu tun.

Wahrscheinlich können nur Kunden der Bahn im Moment nachvollziehen wie ich und meine Freundin sich fühlen, wenn wir den Name “Etihad” hören.

In meinem ersten Blog beschrieb ich, welchen Aufwand ich betreiben musste, um eigentlich nur herauszufinden, dass man uns nur in Sydney weiterhelfen kann, wenn es darum geht den Rückflug eines bereits bezahlten Open-Return-Tickets mit Etihad zu buchen bzw. umzubuchen.

In meinem zweiten Blog beschrieb ich dann, was ich gemacht habe und rausgefunden habe, nachdem ein halbwegs unqualifizierter Kommentar zu meinem ersten Blog abgegeben wurde und den Schlussfolgerungen die ich aufgrund dieser Analyse und Ergebnisse getroffen habe.

Dieser dritte Blog geht darum, wie die Geschichte zuende ging. Zumindest sieht es im Moment so aus, als wäre dies der Fall. Ich hoffe es, denn die Lebensqualität ist allmählich am sinken aufgrund dessen wie man mit uns umgeht.

Ich hatte am 11.03.2011 die Möglicheit kurz mit meiner Freundin zu telefonieren. Sie sagte mir, dass sie, wie von Etihad gewünscht(!), in Sydney angerufen hat, jedoch niemand ans Telefon ging (mal wieder) und sie in Indien gelandet ist. Dort hatte man großen Verständnis dafür, dass sich meine Freundin aufgeregt hat. Zusätzlich war es sogar möglich den Flug zu buchen, allerdings war es nicht möglich ihr eine Buchungsbestätigung zu schicken. Außerdem musste die Mitarbeiterin in Indien noch prüfen, ob die Umbuchung kostenlos ist. Um dies zu erfahren, sollte sie am nächsten Tag noch mal in Sydney anrufen. Da sie das Telefon der Gastfamilie benutzte bat meine Freundin darum zurückgerufen zu werden, um zu erfahren, ob es nun kostenlos umbuchbar ist oder nicht (was eigentlich ein Witz ist, da sie ja bereits weiß, dass sie einmal kostenlos umbuchen kann). Allerdings wurde ihr gesgt, dass sie mit einem “only inbound call center” telefoniert, der natürlich nirgends anrufen kann.

Da meine Freundin mittlerweile die Hausbewohner, die über ein Telefon verfügen, davon überzeugen konnte, dass sie wirklich deren Telefon benutzen muss, rief sie am nächsten Tag wieder in Sydney an. Da dort niemand ans Telefon ging, kam sie in Japan raus (kein Witz!!).

Etihad Japan sagte ihr dann, dass sie sich nicht erklären können, weshalb Etihad Indien keine Bestätigung schicken konnte. Auf Bitten meiner Freundin dies doch nun endlich zu veranlassen, sagte man ihr, dass man jedoch erst noch prüfen müsse, ob die Umbuchung kostenfrei sei. Hierzu bot die japanische Etihad Mitarbeiterin an meine Freundind zurückzurufen (ah ein In- und Outbound Call Center, Chapeau Chapeau!). Dies Tat sie und man teilte meiner Freundin mit, dass seit 01. Februar 2011 eine neue Regel besteht, die besagt, dass für alle Buchungen die nicht über Etihad direkt stattfinden 20$ Gebühr erhoben werden müssen. Meine Freundin erwiderte, dass es sich nicht um eine Buchung sondern um eine Umbuchung einer bereits getätigten Buchung handelt. Man hatte auch in Japan großes Verständis für was passiert ist, allerdings liegt das Umbuchungsdatum vom 09.03.2011 ja offensichtlich nach dem 01.02.2011. Somit sind der Mitarbeiterin in  Japan die Hände gebunden (Stichwort IT-System, kann man nix machen) und sie hat nur die Möglichekit zu bezahlen oder eben den Flug nicht zu bekommen und stattdessen von Sydney aus zu fliegen (man erinnert sich, dass ich im ersten Blog schrieb, dass wir ceteris paribus den Abflughafen Sydney umbuchen wollen auf Abflughafen Brisbane).

Meine Freundin legte nach und erklärte, dass ihr Ticket in der Tat über ein Reisebüro gebucht wurde, sprich nicht direkt über Etihad, der Buchungstag jedoch im September 2009 war, lange bevor diese neue Regel etabliert wurde. Des Weiteren, erklärte sie, dass es ja laut den Konditionen des Open-Return-Tickets kostenlos ist einmal umzubuchen und 20$ ja signifikant größer als Null ist. Jedoch war das alles vergeblich.

Es wurden Standardsätze heruntergeratter, wie “Ich kann verstehen wieso sie sich aufregen, aber leider können wir nicht…” und die neue Regel wurde wiederholt. Das schlägt dem Faß den Boden aus!

Meine Freundin tat dann, das in diesem Moment wohl richtige: sie resignierte und gab ihr Kreditkartendaten heraus, so dass Etihad abbuchen kann und sie endlich endlich eine Bestätigung bekam, dass sie den Flug bekam den sie wollte, nämlich am 19.05.2011 von Brisbane nach Frankfurt zu fliegen.

Nun, fassen wir zusammen: Sie hat ein Ticket gekauft und bezahlt. Sie und ich haben Zeit, Mühe (das sind auch Kosten) und Geld investiert um herauszufinden, wie wir uns verhalten zu haben, um das zu bekommen was uns zusteht. Nachdem wir das herausgefunden haben, mussten wir Geld bezahlen um es auch tatsächlich zu bekommen.

Ich hatte ja in meinem zweiten Blog vermutet, dass es einfacher ist einen Pudding an die Wand zu Nageln als von Etihad einen guten Service erwarten zu können. Es ist sogar noch schlimmer gekommen als gedacht…

Meine Freundin bat mich dann ihr E-Mail-Postfach zu prüfen, ob denn nun einen Bestätigung ankam. Die Antwort ist nein, nicht eine sondern drei Bestätigungen befinden sich in ihrem Postfach: eine aus Indien, eine aus Sydney und eine aus Japan. Alle drei Buchungsbestätigungen sind aufgrund des Absenders im Spam (laut Wikipedia von englisch für ‚Abfall‘ oder ‚Plunder‘) gelandet, da wo sie hingehören!

Jetzt stellen sich mir, analog zum ersten Blog, mir mal wieder ein paar Fragen:

  1. Wie ist es möglich, dass man mir in Deutschland sagt, nur Sydney kann uns helfen, im Endeffekt aber Japan uns hilft? Handelt es sich hier um eine Falschaussage seitens Etihad? In wie fern wurde diese vorsätzlich getroffen damit wir weiter und weiter in Sydney anrufen?
  2. Wie ist es möglich, dass Etihad Indien uns zwar einen Flug buchen kann, nicht aber bestätigen kann, diese Bestätigung aber im Endeffekt doch kommt?
  3. Wieso kann Etihad Japan nicht nachvollziehen, weshalb Etihad Indien keine Bestätigung schicken kann?
  4. Wieso sind die IT-Systeme so wenig flexible, dass man uns völlig zu unrecht eine Gebühr aufdrückt? Aufgrund der Tatsache, dass man uns kostenlos einen Rückflug bucht müssen die Mitarbeiter doch sehen, dass es sich um ein offenes noch nicht vollständig benutzes Ticket handelt. Wieso fallen dann Gebühren an?
  5. Ab wann ist eigentlich ein schlechter Service Betrug?
  6. Ab wann werden vom Unternehmen getroffene Aussagen, die nicht zutreffen oder nicht weiter helfen Betrug?
  7. Handelt es sich um unlauteren Wettbewerb, wenn dem Kunden Produkte verkauft werden mit Konditionen die hinterher nicht eingehalten werden? Ist das dann auch schon Betrug?

Es wäre in der Tat mal interessant zu wissen, was ein Jurist in einem solchen Fall vorschlägt. Man könnte die Anrufe zwar nicht beweisen, es sei denn sie wurden aufgezeichent und nicht gelöscht, aber die Abbuchnung der 20$ sind nachweisbar ebenso wie die Ticket konditionen zum Kaufzeitpunkt. Das müsste doch langen.

Und die folgende Frage muss sich Etihad in jedem Fall gefallen lassen: Wieso hat es die Inhaber eines Open-Rturn-Tickets, die noch nicht ihren Rückflug angetreten haben, nicht rechtzeitig informiert darüber, dass ab 01.02.2011 eine Änderung stattfindet (die eigentlich nichts mit dem Ticket zu tun haben)? Die Tatsache, dass nicht informiert wurde, ist eigentlich der Beweis, dass es mit einer Umbuchung eines Tickets nichts zu tun hat sondern sich eben nur auf Neubuchungen bezieht. Oder wurde meiner Freundin die neue Regel falsch geschildert?

Im nachhinein muss ich feststellen, dass Etihad tatsächlich weltklasse ist nämlich im Aufstellen neuer Rekorde sich bis auf die Knochen zu blamieren. Etihad ist auch weltklasse darin Verständnis aufzubringen dafür, dass sich ein Kunde aufregt und gleichzeit alles dafür tut, damit das auch so bleibt. Hier muss man richtig kreativ sein: Die wenigsten Unternehmen schaffen das, oder? Sollte es der Fall sein, dass es mehrere Unternehmen gibt, die das schaffen, dann wären wir wieder beim Beispiel des Einäugigen unter den Blinden…siehe zweiter Blog.

Ich habe mir außerdem überlegt, wie kreativ Etihad wohl sein wird, wenn es darum geht uns zu erklären, dass wir die 20$ nicht zurückbekommen können. Ich habe daher ein paar Vorschläge für Ausreden für Etihad entwickelt. So könnte man sagen

  • Da wir ja die Kreditkartendaten freiwillig herausgegeben haben, haben wir ja auch der neuen AGB zugestimmt. Ein widerruf war innerhalb von 14 Tagen TELEFONISCH IN SYDNEY möglich. Dort haben wir uns allerdings nicht gemeldet. Daher kein Geld zurück. Hier muss der Kunde nur eingestehen, dass er tatsächlich nicht mit Sydney telefoniert hat sondern nur angerufen hat. Gut es ging niemand dran, aber in der AGB steht ja “telefonieren”.
  • Dass uns ja in Deutschland gesagt wurde, dass man nur in Sydney umbuchen kann, wir aber in Indien haben buchen lassen und die Buchung haben in Japan bestätigen zu lassen. Da jedoch nur Sydney dafür verantworlich ist und dort ja nicht bezahlt wurde, kann man das Geld unmöglich zurück holen. Hier muss der Kunde nur etwas Verständnis für die komplexen Strukturen eines internationalen Konzerns aufbringen…

Auch muss ich feststellen, dass sich bis heute Rosita nicht mehr gemeldet hat.

Lange habe ich darüber nachgedacht, ob man ein solches Fehlverhalten bestrafen sollte und wenn ja, wie man das am effizientesten macht. Klagen und sowas würde vllt. klappen, ist also effektiv aber nicht effizient sofern es nicht groß in der Presse auftaucht. Dann habe ich mir überlegt, dass wenn es tatsächlich so ist, dass zwischen verschiedenen Airlines Wettbewerb bestehet es doch super wäre den Markt über Nachfrage und Angebot das regeln zu lassen. Der Markt ist ja bekanntlich effizient (nicht immer gerecht). Just in diesem Monent habe ich bei der FAZ einen Leserkommentar gelesen, der zu einem Artikel bzgl. der Streiks bei der GdL verfasst wurde. Da wurde am 09. März 2011 17:33 folgendes verfasst vom user “Erich Jansen (Nonosus)”:

Meinen Studenten stelle ich gerne folgende Rätselfrage: “Wenn ich nicht mitfahre, kommt dann der ICE trotzdem?”
Aus der Mikroperspektive scheint der Fall klar zu sein. Naürlich fährt der Zug auch ohne mich fahrplanmäßig. Aus der Makroperspektive aber fahren die Züge nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Wenn keiner mit will, eben langfristig gar nicht.
Die GdL sollte sich diese Logik zu Herzen nehmen. Ohne Fahrgäste braucht es eben auch keine Fahrer. Mal sehen, was die Herrn Funktionäre ihren “Kollegen” erzählen, wenn es betriebsbedingte Kündigungen hagelt.

Das ist ja genau das was man hier auch sagen könnte: Wenn ich nie wieder mit Etihad fliege dann fliegen die zwar aus einer mikroökonomischen Sicht morgen auch noch, aber aus einer makroökonomischen Sicht nicht mehr unbedingt. Es sei denn sie gehen mit dem Preis runter…Und das ist ja mal ein guter Hebel. Etihad zum Preis und somit auch Service von Tiger Airways in Asien oder weg vom Markt. Das ganze kann man mit bissi Mund-zu-Mund-Propaganda beschleunigen. Ob sich Etihad wohl irgendwann mal bei mir meldet, weil sie das zu Herzen nehmen?

Manchmal muss man sich gewisse Sachen einfach mal auf der Zunge zergehen lassen, damit einem das Ausmaß klar wird:
Da ist man in Australien und verdient sich als Frau unter unmenschlichen Bedingungen ein paar AUD. Man ist sozusagen von der Außenwelt abgeschottet, hat kein eigenes Internet und Telefon. Nur alle 14 Tage, wenn man in der Stadt ist, kann man mit dem Handy bei Etihad anrufen um ein bereits bezahltes und bestehendes Ticket umzubuchen. Man muss jedoch jemand anderen bitten dies zu tun, weil keiner ans Telefon geht und keiner auf E-Mails antwortet. Um den Abflughafen eines Rückflugs umzubuchen (nicht zu buchen) haben/mussten wir mit Australien (Sydney), VAE (Abu Dhabi), Deutschland (Köln, München, Frankfurt), Indien (Bombay), Japan (Keine Infos) telefonieren. Dieser Prozess zieht sich über 3 Monate hinweg. Am Ende bekommen wir sinngemäß gesagt, dass sich vor kurzem die Regeln geändert haben und wir uns früher hätten melden müssen, wenn wir nicht zusätzlich Geld bezahlen wollen.

Dabei wurden wir etliche male immer wieder nach der Ticketnummer gefragt, ein eindeutiger Identifier, über die auf Daten des Tickets weltweit zugegriffen werden kann. Aber die wirklich wichtige Info, nämlich einen Flug umzubuchen und zu bestätigen konnte man uns weltweit wegen der IT-Systeme nicht geben. Die Systeme haben es allen Mitarbeiter weltweit nicht erlaubt die Daten einzusehen. Auch war es nicht möglich mit dem gleichen IT-System festzustellen, dass in den vergangen Tagen etliche male nach dieser Ticketnummer gesucht wurde. Es scheint auch im IT-System nicht vorgesehen zu sein einen Status der Bearbeitung oder ähnliches zu vermerken, denn wie sonst erklärt man sich, dass nach 4 mal feststellen, dass man nicht auf die Konditionen des Tickets zugreifen kann immer wieder genau das versucht wird. Und immer wieder muss der Kunde warten um etwas zu erfahren, was er schon weiß. Wir hätten nach Deutschland allen Ländern in denen wir gelandet sind direkt sagen können, dass sie gar nicht erst versuchen brauchen irgendwas über das Ticket zu erfahren, da es nur in Sydney geht. Aber nein, immer wieder wird erst mal “gecheckt”.

Es ist unbeschreiblich welche Gefühle bei einem solchen Vorgehen und Umgabg der Satz “I understand your problem, but…” und dann kommt irgendwas, was scheinbar erklärt, weshalb es ja nicht der Person ihr Problem ist mir nicht weiterhelfen zu können sondern ein von Etihad gegebenes Hindernis. Kurzum: Etihad hat sich so organisiert, dass einem bei Etihad keiner mehr weiterhelfen kann. Was soll man von so etwas halten? Es fehlen einem schlicht die Worte…Gut nur das wir beide englisch Sprechen, man stelle sich vor wir täten das nicht…Du liebe Zeit.

Wenn es nicht so deprimierend und armselig wäre, müsste man drüber lachen. Witzigkeit kennt ja bekanntlich keine Grenzen…

Nachdem ich mein persönliches Erlebnis mit Etihad in meinem Blog veröffentlicht habe, wurde relativ zeitnah von einer mir bisher unbekannten “Rosita” folgender Kommentar hinterlassen:

“Kann ich leider nicht unterstützen, Etihad ist einfach weltklasse und super Kundenfreundlich. Ich werde immer mit Etihad fliegen…”

Wer meinen Blog-Eintrag zum Thema Etihad gelesen hat, muss feststellen, dass der Kommentar von Rosita sehr untypisch für eine zufriedene Kundin erscheint, die meinen Blog tatsächlich gelesen hat.

Da erinnerte ich mich direkt an eine Seminararbeit im 9. Semster, wie man in der Informatik Eindringlinge in einem System erkennt: Entweder man kennt das Muster eines Angriffs, dann liegt ein Angriff vor, wenn eben ein solches Muster auftaucht. Dieses Verfahren nennt man Signatur-basiert. Oder man weiss wie das Normalverhalten aussieht, dann ist alles ein Angriff, was davon abweicht. Dieses Verfahren nennt man Anomalie-basiert.

NORMALERWEISE lesen nur meine Freunde meinen Blog und bisher haben auch NUR Freunde ihn kommentiert. Da hat also direkt mein innerer Anomalie-basierter Detektor gesagt: “Chris hier ist was faul!”. Ich fing also an etwas nachzudenken über den Kommentar…

Was für mich zunächst logisch in ordnung geht ist der zweite Teil des Satzes “Etihad ist einfach [...]“. Aber der Anfang ergibt einfach kein Sinn. Ich habe doch von meinen persönlichen Erfahrungen berichtet. Wie kann man das unterstützen oder eben auch nicht. Ich kann doch nicht auf die Aussage “Gestern habe ich einen Bauplatscher gemacht und das tat weh” sagen “das unterstütze ich nicht”. Nur wenn man meinen Blog flüchtig ließt und auf die Schnelle herausfiltert, dass es um Etihad geht und das dies negativ ist worum es geht, kann man in einem Kommentar von “unterstützen” reden. Ich weiss aber, dass meine Freunde meinen Blog entweder ganz oder gar nicht lesen. Ich weiss auch, das alle zu raffiniert sind, als dass ihnen ein solcher Fehler unterlaufen würde.

Und gegeben ich habe eine negative Erfahrung mit Etihad gemacht wird auch der zweite Halbsatz obsolet. Wie kann etwas weltklasse sein, wenn mindestens ein Beispiel existiert, dass zeigt, dass es nicht weltklasse ist? Wäre Etihad weltklasse, hätte ich meine Erfahrung ja nicht machen können. (Es gibt eine Möglichkeit, wie dies doch der Fall sein kann, siehe unten)

Aber selbst wenn Etihad weltklasse wäre, sagt das noch gar nichts. Denn evtl. sind eben alle anderen gaunso schlecht. Wenn alle Unternehmen es nicht schaffen, die Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen, dann müssen die Kunden ja trotzdem irgendwo kaufen. Man kann also tatsächlich weltklasse sein und trotzdem schlecht sein. Das Beispiel des Einäugigen unter den Blinden ist hierzu das Paradebeispiel. Obwohl der Einäugige am besten sieht folgt daraus nicht, dass er gut sieht.

Ich wurde also etwas stutzig über den Kommentar und ich nutzte daher die von WordPress zur Verfügung gestellten Daten (IP-Adresse, und E-Mail) und fing an zu forschen und ja was soll man sagen: Es fällt einem wie Schuppen von den Augen…

  1. Die IP-Adresse gehört laut einer einfachen who-is-Abfrage zu “AIC-AIRLINE-INDUSTRY-KOELN-NET” (Da bekommt man schon eine Ahnung was los ist)
  2. Wer mein Blog gelesen hat, weiß, dass wenn in München keiner ranngeht nach Köln weitergeleitet wird.
  3. AIC-AIRLINE-INDUSTRY-KOELN-NET hat eine Website
  4. Laut Website handelt es sich um einen Call-Center, insbesondere für die Airlineindustrie (wache Geister können sich das Lachen wahrscheinlich ab jetzt nicht mehr verkneifen und wissen was wohl kommt)
  5. Das Unternehmen hat Standorte in Köln und Hannover
  6. Einer der neun REFERENZKUNDEN des Call-Centers ist Etihad!

Somit ist mir der Kommentar der unbekannten “Rosita” nun doch etwas verständlicher.

Wikipedia definiert die Strategie des sogenannten “Guerilla-Marketing” wie folgt:

“Guerilla-Vermarktung bezeichnet die Wahl ungewöhnlicher Aktionen im Marketing, die mit untypisch geringem Mitteleinsatz eine große Wirkung erzielen sollen.”

Weiter heisst es bei Wikipedia:

“Guerilla-Marketing kommt außerdem im Schutz der Anonymität der Internetforen zum Einsatz, in denen Werbebotschaften gezielt in  entsprechende themenbezogene Communities eingestreut werden.”

Man könnte ja nun folgende unbewiesene Vermutung aufstellen:

Etihad beschäftigt einen Call-Center in Köln, der systematisch das Internet nach negativen Kommentaren in sozialen Netzwerken und Blogs durchsucht und versucht diese durch entsprechend von “angeblichen” zufriedenen Kunden abzuschwächen.

Meine Lieblingsvermutung ist allerdings folgende:

Rosita treibt es beim Lesen diesen zweiten Blogs, die Schamesröte ins Gesicht…

Soweit die Vermutungen. Nun die Tatsachen: Bitte gebt mal folgendes bei Google ein: “Etihad Problem” und drückt die Entertaste. Nachdem google seine Arbeit innerhalb von ca. 0,25 Sekunden erledigt hat schaut euch doch mal den ersten Hit an: Richtig…ein Eintrag im Forum der Website Reisebiene, einem Reisebüro. Und siehe da, folgendes wird geschrieben:

“Hi,
ich habe ein Etihad Open Return ticket ueber reisebine.de gebucht und versuche gerade meinen Rueckflug einzubuchen. Abgesehen davon, dass fast nie jemand bei der Hotline in Sydney drangeht, war man nach ueber einer Woche ruecksprache mit Etihad Deutschland in der lage mir zu sagen, dass zwar noch Plaetze in der Coral (Economy) class verfuegbar sind, man mir aber keinen anbieten will. Das obwohl ich bereit bin einen aufpreis zu zahlen, wegen high-season (will zwischen dem 18.12. und 23.12. zurueck).”

Na hopla…in Sydney “geht fast nie einer ans Telefon”. Das klingt nahezu wie etwas was meine Freundin selbst erlebt hat, wie im ersten Blog beschrieben. Ein Schelm, wer jetzt Böses dabei denkt…

Man könnte nun nach diesem Fund vermuten: Es scheint bei Etihad öfter mal ein Problem mit Open-Return-Tickets in Sydney zu geben. Man könnte somit auch vermuten, dass ich also doch kein Einzelfall bin.

Aber für eine Sache kann man nun eine gute Erklärung liefern, nämlich wieso man mir beim Reisebüro gesagt hat, dass die ganzen Studenten in Sydney immer ins Büro gehen, um ihren Rückflug zu buchen. Wenn wochenlang niemand ans Telefon geht und man wieder heim will muss man halt notgedrungen ins Büro laufen. Ob man das dann allerdings noch Service nennen kann sei mal dahingestellt. Fragt sich nämlich wer hier wem einen Dienst erweist.

Auch fange ich so langsam an mir einige meiner gestellten Fragen im ersten Blog selbst zu beantworten. Ich stellte mir u.a. folgende Fragen

Was wird da in diesem Unternehmen eigentlich OPTIMIERT? Ganz klar: die SCHEINBARE Kundenzufriedenheit. Es ist wesentlich günstiger ein paar Studenten 10 Cent pro positiven Kommentar zu zahlen als in wirklichen Service zu investieren.

Wo ist da die Kunden- und somit Gewinnorientierung? Ganz klar: im Kudengewinn nicht Kundenpflege bzw. der kurzfristigen Gewinnmaximierung! Stelle ich jeden negativen Kommentar, Blog, Eintrag etc. einen positiven gegenüber, kann ich evtl. die negative Wertung abschwächen. Das führt in einigen Fällen dazu, dass sich eben doch der ein oder andere für Etihad entscheidet.

ABER liebe Marketingabteilung bei Etihad: In der langen Frist kann so ein immer größer werdender Kreis von TATSÄCHLICH unzufriedenen Kunden entstehen. Und das zahlt sich dann nicht aus, nämlich dann, wenn es so viele sind, dass es sich einfach nicht mehr vertuschen lässt, was hier noch alles als Service bezeichnet wird. Abraham Lincoln wusste schon vor weit über 100 Jahren

“You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.”

Das wäre meine Strategie: Anstatt auf Teufel komm raus irgend ein Image durch posten positiver Beiträge versuchen zu halten, die in meinem Blog enthaltenen Informationen und Erfahrungen nutzen, Prozess und Abläufe anlysieren, Schwachstellen aufdecken und von mir aus mittels Call-Center und der gleichen wirklichen Nutzen für den Kunden erzeugen. Das wäre mal ein Ansatz für eine Produktdifferenzierung, hier für ein Airlineticket. Wenn man manche andere Leute hört, was die so mit den weltklasse Airlines alles erleben, scheint hier ein enormes Potenzial für einen Wettbewerbsvorteil zu liegen. Das wäre dann auch ganz im Sinne der Gewinnoptimierung.

Kann man so nicht an den Marketingchef verkaufen und ihn davon überzeugen, dass es zielführend ist. Wie wäre es hiermit:

Man kann die im Webblog containten Informationen dazu verwenden die Learning curve in einen mehr soffisticated Bereich zu shiften und auf diesem Wege die customer satisfaction increasen. Das wäre mal ein starting point für eine Produkdifferenzierungs-Strategy. Wenn man die comments von anderen usern hört, was diese so mit anderen world class airlines alles erleben, scheint hier ein hugh potential für eine competitive edge in tomorrows world zu liegen. Das wäre dann auch fully im Sinne der EBITA-Maximization und dem Shareholder value.

Ob sich “Rosita” hierzu noch mal äußerst…? Ich warte…

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man ja darüber lachen, aber im Moment sieht es so aus, dass es einfacher ist einen Pudding an die Wand zu nageln als bei Etihad einen guten Service erwarten zu können…

 

Am 03. März 2011 versuchte ich für meine Freundin den Rückflug eines bereits bezahlten Open-Return-Tickets zu buchen. Ich wusste nicht worauf ich mich einließ…

Methodisches:

Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten etwas empirisch zu untersuchen. Entweder man untersucht viele Fälle und versucht dann statistisch signifikante Korrelationen und Kausalitäten festzustellen. Hier hat man oftmals aber einen nicht so tiefen Einblick in die Einzelfälle, die man untersucht, da eben das Hauptaugenmerk darauf gelegt wird, statistisch halbare Aussagen treffen zu können. Oder man untersucht Einzelfälle. Hier büßt man (oftmals) die statistische Haltbarkeit der Aussagen ein, aber man bekommt einen tiefen Einblick in die Einzelfälle.

Ich hatte heute das (anfängliche) Vergnügen den Fall Etihad etwas besser kennenzulernen.

Zu den Hintergründen:

Meine Freundin hat ein Open-Return-Ticket von Frankfurt (FRA) nach Sydney (SYD) gebucht und bezahlt und befand sich nun seit längerer Zeit in Australien. Mittlerweile so lange, dass es an der Zeit war den noch offenen Rückflug zu buchen. Deshalb nahm sie am 03. Januar 2011 Kontak zu Etihad in Sydney auf, um den gewünschten Flug zu buchen. Über die Wesite geht das nicht, da das Ticket ja bereits besteht und man über die Website nur neue Flüge buchen kann. Deshalb MUSS man telefonisch buchen (oder kann auch laut Website per E-Mail Kontakt aufnehmen).

Nach 30-minütigem warten in der Warteschleife hatte meine Freundin damals jemandem am Telefon. Die Person überprüfte den Status des Tickets. Nach weiteren 10 Minuten in der Warteschlange wollte die Mitarbeiterin dann wohl das Gespräch wieder entgegen nehmen, hatte aber aufgelgt. Meine Freundin versuchte dann sowohl am 03.Januar als auch am 04.Januar jeweils mehrere Male jemanden zu erreichen. Vergeblich.

Am 05. Januar verließ meine Freundin allerdings Sydney, um im Inland bei Emerald arbeiten zu gehen. Es stellte sich heraus, dass sie dort weder ein Telefon noch Internetzugang hat. Nur alle 14 Tage war sie in der Stadt, in der sie in ein kostenpflichtiges Internet-Cafe bzw. in die kostenpflichtige Bibliothek gehen konnte und online war. Sie kaufte sich dann mehrere Telefonkarten, um bei Etihad anzurufen. Allerdings war der Betrag verbraucht BEVOR überhaupt jemand das Telefon abgehoben hat. Dieses Spiel zog sich über Wochen (insgesamt zwei Monate) hin, dann schrieb sie mir eine E-Mail, ob ich von Singapur aus dort anrufen kann.

Ich nahm diese Aufgabe am 21.02 an und schrieb in ihrem Namen eine E-Mail an Etihad mit unserem Anliegen: Den Flug Brisbane nach Frankfurt (via Abu Dhabi) am 19.Mai 2011 für meine Freundin zu buchen. Eine E-Mail schrieb ich, da meine Freundin bereits zuvor eine E-Mail geschickt hatte, dass sie vergeblich mehrere Male angerufen hat, niemand abnimmt, sie das ein Vermögen kostet und generell nur alle 14 Tage eine Möglichkeit hat zu telefonieren. Auf diese E-Mail antwortete Etihad, dass sie sich mit der Hotline in Verbindung setzen soll!!

Auf meine E-Mail vom 21.02 kam bis 03.03 (10 Tage) gar keine Antwort mehr. Daher entschied ich anzurufen. Ich hatte nämlich diese Möglichkeit von Singapore aus. Da allerdings Sydney scheinbar ungern ans Telefon geht rief ich in den Vereinigten Arabischen Emiraten an.

Es folgt eine wahre Geschichte:

Nachdem ich mich durch das Menu gewählt habe ging nach kurzem Klingeln ein Mitarbeiter von Etihad ans Telefon. “How can I help you Mister Chris?”. Ich schildere mein Anliegen. Darauf werde ich nach der Ticketnummer gefragt. Ich gebe sie durch. “Hold on a second Sir, I am checking the status.” Nach 10 Minuten in der Leitung ist er wieder da: “Hold on Sir, it is a very complicated ticket. It takes a while to check.” Ich runzle die Stirn (a complicated ticket…wtf) und warte und warte. Der Mitarbeiter sagt mir, er kann das jetzt nicht machen, er muss dazu erst in Deutschland anfragen. Ich soll in einer Stunde wieder anrufen. Er gibt mir seinen Namen, so dass ich mich zu ihm später verbinden lassen kann.

Ich rufe eine Stunde später an, lasse mich zu ihm verbinden. Gute Nachricht: Die Deutschen haben geantwortet: Der Rückflug ist von Sydney nach Frankfurt gebucht am 20. Januar 2011. Ich sage ihm, dass ich das gerne umbuchen würde auf 19.05.2011 und zwar von BRISBANE nach Frankfurt. Er bestätigt, dass er mich gerne umbucht auf den 19.05.2011 von Sydney nach Frankfurt. Ich verneine. Ein Hin- und Her entsteht. Er erklärt mir was gebucht ist und wie er es umbucht. Ich verneine abermals und gebe nach 4 Minuten auf und frage stattdessen nach der Nummer in Deutschland. Ich erhalte eine Nummer mit 069, also frankfurter Vorwahl, was ja generell passt, da man ja vermuten kann, dass am Flughafen oder so Etihad ist.

Er fragt zum Schluss noch “Can I do anything else vor you?”. Ich analysiere den Satz, stelle fest, dass wenn man NOCH WAS für jemanden tun möchte man vorher ja SCHON MAL was gemacht haben muss, was er ja nicht hat, verkneife mir aber eine Nebenbemerkung.

Ich rufe Zwei Stunden lang die frankfurter Nummer an. Niemand geht ans Telefon.

Ich suche mir auf der Website von Etihad die Nummer einer Deutschen Hotline raus. Es ist eine Münchner (089) Nummer angegeben. Ich rufe dort an. Nach dem ich mich durch das Menü gewählt habe nimmt jemand den Hörer ab. Ich schildere mein Anliegen. Ich werde nach der Ticketnummer gefragt. Ich gebe sie an. “Einen Moment bitt, ich lasse das Ticket prüfen”. 10 Minuten später ist jemand wieder dran. Sie kann nichts machen. Es handelt sich um ein Open-Return-Ticket, dass Etihad so nicht verkäuft, da muss ich mich mit dem Reisebüro, bei dem das gekauft wurde anrufen.

Ich rufe im Reisebüro an. Der Hörer wird abgenommen. Ich schildere mein Anliegen und mein Entsetzen. Ich erfahre, dass es die Probleme normalerweise nicht gibt, da jährlich hunderte dieser Tickets an Studenten verkauft werden. Ich müsse eigentlich nur in Sydney anrufen. Ich erkläre die Situation meiner Freundin (die eigentliche Ticketinhaberin). “Wenn man halt kein Telefon hat, dann kann sie mir da nicht weiter helfen.” Ich erkläre das wir auch E-Mail-Kontakt aufgenommen haben auf den keiner reagiert. “Das ist natürlich wirklich nicht schön.” Nebenbei erfahre ich, dass wenn in München keiner ans Telefon geht eine Weiterleitung nach Köln stattfindet und die wirklich nichts machen können, da sie diese Tickets nicht verkaufen. Nur München, die diese Tickets verkaufen, kann es ändern. Ich bekomme drei Namen mit Personen in München und eine Nummer unter der diese zu erreichen sind, mit denen ich mich auseinandesetzen soll. Ich erwähne das Etihad ein Saftladen ist und bedanke mich für die Informationen.

Ich rufe in München an. Höre ein Knacksen in der Leitung, vermute es handelt sich um eine Weiterleitung. Der Hörer wird abgenommen, ich frage ob ich in München bin. Die Stimme antwortet in gebrochenem Deutsch, dass ich in Köln bin. Ich zähle die drei Namen auf und sage, dass ich mit einer dieser Personen, in München sitzend, gerne sprechen würde. “Haben sie mit diesen Personen zuvor schon mal gesprochen”. Ich verneine. “Worum geht es denn bitte?” Ich schildere mein Anliegen. Ich werde nach der Ticket-Nummer gefragt und gebeten in der Leitung zu bleiben. Nach 5 Minuten geht die Stimme wieder an den Aparat und sagt in gebrochenem deutsch: “Einen Moment noch.” Kurz darauf hebt eine weibliche Stimme ab und sagt, dass sie nichts machen können. Ich erkläre, dass ich das weiß und erläutere, dass ich nach München muss und will, da man mir nur da helfen kann. Ich werde geben die Münchner-Nummer noch mal zu wählen. Ich senke meinen Kopf und sage “Ok.” Die Stimme am anderen Ende der Leitung: “Kann ich sonst noch was für sie tun?” Innerlich denke ich mir “Ja, diese Frage nur zu stellen, wenn du schon mal was für mich gemacht hast”. Ich verneine und lege auf.

Ich versuche es in München. Die Leitung knackst. Ich ahne Schlimmes. Das Gespräch wird angenommen. Ich frage nach, ob ich in München bin und spare mir jede weitere Erklärung. Ich bin in Köln. “Wie kann ich ihnen helfen.” Ich reiße das Problem mit Open-Return-Ticket nur kurz an, erwähne, dass ich bereits weiss, dass ich nach München muss. Die Stimme versteht mich und ja…”Kann ich sonst noch was für sie tun?” Tausende von Antworten fallen mir ein, aber ich verneine einfach. Die Kollegin sagt ich solle es in einer halben Stunde versuchen, dann wäre wieder jemand in München da.

Ich warte eine halbe Stunde. Wähl die münchner Nummer, die ich aus dem Reisebüro habe, die Leitung knackst. Ich lege sofort wieder auf.

Ich wähle direkt erneut. Die Leitung knackst nicht. Eine Stimme geht ran. Ich frage ob ich in München bin. Ja das bin ich. Ich zähle die Namen der Personen auf, von denen ich gerne einen am Aparat hätte. Worum es geht…Ich schildere mein Problem. Ich erfahre, dass eine der genannten Personen am Aparat ist. Die Person lässt mich wissen, dass man das nur in Sydney buchen kann. Ich erkläre ihr in leicht angreifendem Ton die gesamte Geschichte und das alles in Sydney angefangen hat, dass ich einmal um die halbe Welt für fast 5 Stunden telefoniert habe. Das ich von Land zu Land, von Köln ins Reisebüro, vom Reisebüro nach München, per Leitung nach Köln und nun wieder nach München telefoniert habe. Das alles von Singapore aus, da der eigentliche Ticketinhaber überhaupt kein Telefon hat. Ich erfahre, dass das sonst nie so ist, dass das Ticket jährlich an hunderte Studenten verkauft wird, die einfach immer in Sydney ins Büro gehen und das buchen. “Kann denn die Ticketinhaberin nicht einfach ins Büro gehen?” Nein kann sie nicht, weil sie 3000km weit weg ist. “Ja gut. Nein, dann kann sie das natürlich nicht, aber es kann leider nur Vorort gebucht werden.” Ich frage sie, ob sie sich sicher ist. Ja das ist sie! Gut dann werde ich morgen in Sydney anrufen. “Sie ist sich aber nicht sicher, ob ich das für die Karteninhaberin machen kann. Normalerweise muss man das persönlich machen.” Und wieder sind wir am 03.01.2011 angekommen…

Ich poste in Facebook mein Resume über Etihad und was ich von dieser Airline in diesem Moment hielt.

Mittlerweile war es 19 Uhr in Singapore. Ich packe meine Sachen und mache mich auf den Nachhauseweg. Auf dem Nachhauseweg denke ich darüber nach was alles passiert ist. Dann bemerke ich, dass ich ungewollt eine kleine empirische Studie gemacht habe. Ich überlege, ob ich irgendwelche Schlüsse daraus ziehen kann. Mir fällt auf, dass ich nur ein Einzelfall sein könnte und daher nicht ausschließen kann, dass so etwas tatsächlich nie vorkommt. Ich grübel darüber wie ich feststellen könnte, ob ich ein Einzelfall bin oder nicht, bemerke gleichzeitig, dass irgendwie jede der Stellen, die angerufen habe, für sich genommen versucht hat, dass ihm bestmögliche für den Kunden zu erreichen und in der Summe doch NICHTS, aber auch wirklich gar nichts erreicht wurde. Paradox!! Jeder versucht so gut wie es geht zu sein und in der Summe kommt nichts bei raus…? Wie ist das möglich?

Dann wechselt mein Gedankengang hin zu Überlegungen der Kundenzufriedenheit. Da ist jemand 24 Jahre alt fliegt nach Australien und muss sowas durchmachen, um seinen bereits bezahlten Rückflug zu buchen. Ist das Kundenservice? Ist das vereinbar mit langfristiger Gewinnorientierung? Sind es nicht Menschen im Alter von 20-30 Jahren die ihr lebenlang noch fliegen werden und somit ihr lebenlang nicht mehr diese Airline wählen? Wo ist da die Kunden- und somit Gewinnorientierung? Was wird da in diesen Unternehmen eigentlich OPTIMIERT? Wird da überhaupt was optimiert oder nur umstrukturiert und minimiert?

Fragen über Fragen. Und während ich mir gewisse Fragen stelle und keine Antworten finde entscheide ich mich einen Blog darüber zu schreiben und überlege mir für Etihad folgende (möglicherweise unlösbare) Aufgabe:

“Überzeuge mich davon Etihad, dass es sich lohnt trotz dieses Vorfalls noch mal mit dir zu fliegen und nicht der ganzen Welt bis an mein Lebensende von diesem Vorfall zu erzählen.”

Aus irgeneinem Grund muss ich an diesem Abend die ganze Zeit an Ernst Neger denken wie er sang:

“Heile, heile Gänsje, es is bald widder gut,
Es Kätzje hot e Schwänzje, es is bald widder gut,
Heile heile Mausespeck, in hunnert Jahr is alles weg.”

Eigentlich sollte es von 01.10 bis 03.10 zu einem Kumpel nach Jakarta gehen und ich sollte eigentlich genau jetz auch dort sein. Allerdings habe ich am Freitag um 15 Uhr von TigerAirlines eine SMS bekommen, dass mein für 18:50 Uhr Flug gestrichen wurde und ich mich doch bitte beim Kundenservice melden sollte für das weitere Vorgehen.

Nachdem ich nach 3h endlich in die Warteschlange des Kunden Service Centers der Airline gekommen bin, bestand die “Assistance” darin mich vor die Wahl zu stellen, ob ich mein Geld wieder haben will oder durch Zahlung einer Differenz den nächst möglichen Flug nach Jakarta (Samstag 02.10 11:00 Uhr) mit der Airline anzutreten…wie weich doch Plastik wird, wenn  man nur hinreichend fest zudrückt! Ich entschied mich für die Erstattung. Bei Jetstar waren alle Flüge am Abend leider ausgebucht. AirAsia hatte noch einen, allerdings zu einem Preis (166 SGD), für den ich normalerweise 3 mal nach Jakarta hin- und zurückfligen kann. Von daher gab es nicht wirklich Alternativen und mein Trip musste ausfallen.

Ich hatte glücklicherwiese für diesen Trip zwei One-Way-Flüge gebucht, da die Flugzeiten am Freitagabend nach Jakarta und am Sonntagabend wieder nach Singapore pro Airline jeweils bescheurt sind. Will man am Freitagabend gegen 19 Uhr nach Jakarta, muss man Tigerair nehmen, da Jetstar erst gegen 20:30 und AirAsia erst gegen 22:30 fliegt. Will man am Sonntag gegen 19 Uhr zurück,  muss man AirAsia nehmen, da Tigerair entweder um 14 Uhr (was zu früh ist) oder dann erst wieder um 22:00 (was zu spät ist) fliegt. Bei Jetstar sieht es so ähnlich aus.

Deshalb habe ich jetzt für die selben Flüge in 4 Wochen, also das letzte Oktoberwochenende geschaut und zur Zeit bekommt man den Flug nach Jakarta mit TigerAir für 25 SGD, den Rückflug am Sonntag mit AirAsia für 40 SGD. Von daher wurde mein Trip sozusagen nur zeitlich verschoben.

Auf den Kosten des Rückflugs, den ich nun ja schlecht antreten kann, bleibe ich allerdings sitzen, da TigerAir nix mit AirAsia zu tun hat und mich ja bereits durch Rückzahlung meines ausgefallen Hinfluges ausreichend kompensiert hat und AirAsia hat ja sowieso nix flasch gemacht, wieso sollten sie dann wider ihre AGB, die ich ja bei buchung des Fluges akzeptiert habe, mir meinen Flug erstatten?

Manchmal könnt ich…

Verzögerung…

Wie einige sicherlich vllt. schon bemerkt haben, hat sich seit langem nichts mehr getan auf dieser Seite, obwohl ich in der Zwischenzeit für ein Wochenende in Jakarta war. Ich hatte mich an den vergangenen Wochenenden überwiegend damit beschäftigt ein Buch zuende zu lesen und damit angefangen diverse Studien und Paper zu lesen, so dass ich den Faden nicht verliere, da ich ja Großes vorhabe ab Mai 2011. Zusätzlich geht es auf der Arbeit mehr als nur rund…

Ich werde am kommenden Dienstag, 03. August 2010 bis Donnerstag 05. August 2010 auf eine Symposium nach Jakarta fliegen. Dort muss ich unseren Stand betreuen. Allerdings habe ich auch ab Donnerstag 05. August 2010 seit einiger Zeit schon einen Thailand-Trip nach Chinag Mai beplant und gebucht. Deswegen werde ich früher vom Symposium heimfliegen. Ich komme am Donnerstag um 17 Uhr in Singapore aus Jakarta an, werde mein Koffer mit den Klamotten von der Arbeit in einem Schließfach am Flughafen unterstellen und meine Freunde, die mit mir nach Thailand fliegen, werden mir mein Rucksack mit Wochenendklamotten mitbringen, so dass wir alle zusammen pünktlich um 19 Uhr im Flieger nach Thailand sitzen;-)

Den Freitag habe ich mir frei genommen und am kommenden Montag hat Singapore seinen National Day, daher ist am Montag aufgrund eines Feiertages auch frei. Ich werde somit am Dienstag Vormittag wieder im Büro sein und hoffe, dass ich euch dann am darauffolgenden Wochenende (14.08 bzw. 15.08) dann den Bericht zu meinem Jakarta-Aufenthalt Ende Juni, mein Jakarta-Aufenthalt Anfang August sowie über meinen 4-tägigen Motorradtrip durch den Norden Thailands liefern kann. Für alle die es interessiert wie der Trip ungefähr aussieht, den ich vorhabe:

Wir fliegen von Singapore nach Bangkok. Ankunft Do. 20:35. Wir fahren mit dem Taxi zum Bahnhof und nehmen den letzten Zug von Bangkok nach Chiang Mai. Abfahrt Do. 22:00. Nach 13h Zugfahrt kommen wir im Norden von Thailand bzw. Chiang Mai an, Fr. 11:xx. Wir leihen uns Roller bzw. Motorräder und fahren die sogenannte Mae Hong Son Loop ab (ca. 590km). Wir übernachten in Dörfern/Städte auf der Route und werden hoffentlich diverse Dinge unternhemen können. Darunter: Elephantenreiten, Wildwasser-Rafting.

Wo man was machen kann, weiß ich noch nicht, deswegen Treffen wir uns alle am kommenden Samstag und wollen das bei einem gemütlichen Grillabend am Pool besprechen. Für alle die wissen wollen woraum es geht: einfach mal nach “Mae Hong Son” bzw. “Mae Hong Son Loop” googlen. Für die, die auch die Detail wissen wollen, sei folgendes Dokument empholen:

http://www.budget.co.th/images/world/worldclass_mae_german.pdf

Hier ist nicht nur die Route ausführlich eingezeichnet sondern auch die einzelnen Aktivitäten, die man unternhemen kann auf der gesamten Route.

Sicher ist nur eins: Es wird jeden Tag authentisches Thaiessen geben für hoffentlich einen geringen Preis. Darunter sollte auf jeden Fall Tom Yam Kuen (Tom Yam Suppe mit Garnelen), Papaya Salad, Thai Fish Cake sowie diverse Thai Curries sein. Mal sehen was sich so im Angebot findet…

Das vergangene Wochenende war sehr ereignisreich. Am Freitagabend war ich auf einer Geburtstagsparty eingeladen, die bei “Penny Black” am Boat Quay des Singapore Rivers starten sollte. Allerdings war meine einzige Kontaktperson, die ich vom Aussehen her kannte, nicht in Sichtweise und da es sich um eine restlos überfuellte Bar handelte entschloß ich mich zunaechst mal etwas zu Abend zu essen bevor ich später dann noch mal in der Bar vorbei schauen wollte. Da sich am Boat Quay ein Restaurant an das nächste reiht und es sich um einen der klassischen Touristenpunkt handelt, wurde ich von jeden verschiedenen Restaurantmitarbeitern angesprochen, die mir sagten, dass gerade ein Tisch für eine Person frei geworden ist und ob ich denn nicht leckeres Seafood essen wollte. Als kleiner Hinweis wurde immer darauf hingewiesen, dass die Getränke, die in meinem Fall auf Bier reduziert wurden, frei sind. Das anfängliche “No thanks, maybe next time” meiner Seits wurde nach der 29. Einladung dann jedoch zu einem bestimmten “No, not now!”.
Da ich irgendwie Lust auf indisch hatte und mittlerweile doch schon ein ganzes Stück unterwegs war, habe ich dann beim letzten Restaurant, einem Inder, doch angehalten und mir mal angehoert was er so anzubeiten hatte. Da dieser zunächst darauf hinwies, dass das erste Bier aufs Hause geht und ich dann einen reduzierten Preis für weitere Biere erhielt, habe ich ihm erst mal vorsichtig erklärt, dass ich bei den anderen Restaurants allerdings “free flow” bekommen hätte. Nachdem er mir dies dann auch anbot fragte ich nach dem Preis von zwei bis drei speziellen indischen Gerichten. Diese hatte er zwar im Angebot, jedoch waren diese um den Faktor Drei höher als an “üblichen” Orten, worauf ich ihn hinwies. Hier kam also der Touristenfaktor und der Ausblick noch dazu. Er merkte jedoch, dass ich mich irgendwie besser auskenne als der durchschnittliche Tourist und die Sache war demensprechend bald beendet. Ich ging dann ca. 2 Minuten zu Fuss in die nächste Seitenstrasse. Hier gab es etliche Foodcourts und ich bestellte indisch zum “üblichen” Preisen.

Später ging ich dann zurück zur Bar. Meine Kontaktperson war wieder nicht zu sehen und die Bar hatte sich auch wesentlich geleert. Ich ging dann zum Clarke Quay. Hier traf ich mich mit einigen anderen deutschen Praktikanten.

Am Samstag war ich auf dem Kallang River paddeln bzw. Dragon Boat fahren.

Kallang River Side

Hierzu schloss ich mich auf Hinweis meiner Arbeitkollegin dem irischen Team an. Nach einer kurzen Einweisung in die Technik ging es auch schon los. 16 Leute sassen glaube ich im Boot. Vorne stand einer der Kommandos gab und hinten einer, der das Boot lenkte. Die Technik ist recht einfach, wenn man versteht, dass die Kraft nicht durch ziehen des Paddels mit dem Armen sondern durch eine blitzartige Rotationsbewegung aus dem Rumpf heraus gewonnen wird. Hierbei lehnt man sich leicht nach vorne, sticht den Paddel auf Kommando ins Wasser und dreht sich dann zur Seite weg. Allerdings kommt das Boot nur dann richtig vorwärts, wenn alle gleichzeitig agieren. Ist dies nicht der Fall, fängt das Boot an zu wackeln und es geht jedemenge Energie verloren. Deswegen wurde uns ständig eingetrichtert “Dragen boating is all about timing.” Vor mir sass auch eine Anfängerin, die sich leider nicht nach vorne lehnte, weshalb ich ihr des öfteren ausversehen mal mein Paddel in den Rücken haute. Zuerst dachte ich ich wuerde was falsch machen, jedoch stellte sich bald heraus, dass dies nicht der Fall war. Die Trainer können das Boot im Stand sehr gut beobachten. Deshalb hiess es auf einmal: “Can we ask the lady in front of Christian to move to the last bench of the boot to further increase the performance of the boat.” Sie wurde also ganz nach hinten gesetzt, wo sie niemanden mehr behinderte. Insgesamt wurde 2,5 Stunden in der Hitze gepaddelt, was ziemlich anstrengend war.

Anschliessend gab es am Strand Erfrischungsgetränke und nachdem das Boot sauber gemacht wurde, Paddel und Schwimmwesten weggeräumt waren bei einer kleinen Mannschaftsbesprechung Bier fürs ganze Team. Höfflich wurde ich dann gefragt ob es nicht so sei, dass ich des oefteren mal im Team mitpaddeln will.

Mannschaftsbesprechung und gemütliches Beisammensitzen

Am Abend hatte ich mich glücklicherweise schon zum Tennisspielen verabredet, weshalb man den Tag als Sporttag zusammenfassen kann. Mein Arbeitskollege, mit dem ich Tennis spielte, will am 01. Mai einen Triathlon mitmachen und hat mich gefragt ob ich mit ihm dafür trainineren will. Ich werde deswegen demnächst wohl dann des öfteren mal schwimmen und laufen gehen, jedoch nicht am Triathlon teilnehmen, da dieser auf einen Feiertag fällt und dies eine gute Gelegenheit ist einen Drei-Tages-Trip zu machen. Zusätzlich werde ich des öfteren mal paddeln gehen. Der Sportteil sollte damit abgedeckt sein, wobei diverse Golfereignisse noch dazukommen sollten, sobald meine Golfschlaeger eingetroffen sind. Zufälligerweise spielen nämlich diverse Teammitglieder des irischen Dragon Boat-Teams auch Golf. Ich hätte vllt. einfach sagen sollen ich habe Hcp. 45 und versuche seit Jahren mit dem Golfen aufzuhören:-)

Am Sonntag war ich in Little India mit einer Freundin Mittagessen.

MRT Little India

MRT Little India

Anschliessend war ich in Vivo City und habe mich mal über die Preise fuer Adidas, Nike und Puma Artikel erkundigt. Anschliessend bin ich mit dem Zug auf Sentosa an den Strand gefahren, um mir anzuschauen, was sich hier seit 2008 geändert hat und, um mich evtl. ein wenig am Strand auszuruhen. Hier traf ich zufälligerweise die deutschen Praktikanten, mit denen ich mich bereits Freitag getroffen hatte. Wir sind dann so gegen 19 Uhr zusammen mit dem Zug zurueck gefahren und waren gemeinsam in Vivo City im Foodcourt etwas essen.

Siloso Beach auf Sentosa

Das erste (verlängerte) Wochenende

Das erste Wochenende war zugleich ein verlängertes Wochenende, da Freitag 02.04.2010 Karfreitag (Good Friday) war. Es war ein sehr entspanntes Wochenende, da ich nicht sonderlich viel unternommen habe.

Freitagabend war ich bei Beny zu Hause und habe mich etwas mit ihm unterhalten. Er wohnt jetzt in einem Condo auf Sentosa. Dort kommt man leider nur am besten mit dem Taxi hin, was eine recht teure Alternative zu Bus und Bahn darstellt. Zusätzlich zu den Taxigebühren ist noch eine Eintrittsgebühr für Sentosa fällig. Diese beläuft sich für Besucher nach 19 Uhr auf 3 SGD. Benys Wohnung ist sehr sehr schön, hat zwei Balkone und Meerblick. Auch die Gestaltung des Pools kann sich sehen lasse:

Am Samstagmorgen war ich mit Beny und seinen beiden Töchtern (Sarah und El) sowie mit Sachin und Adam auf dem Tanglin Golf Course. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um einen Golfplatz im üblichen Sinne. Der Platz hat nur 9 Par 3-Löcher wovon das längste 104 Meter ist. Beny schlägt hier gerad auf diesem Loch ab:

Beny schlägt auf dem längsten Loch des Tanglin Golf Course ab

Primärer Grund, weshalb wir auf den Golfplatz gingen, war jedoch, dass Beny ein wenig seine beiden Töchter Golf spielen lassen wollte. Das klappte auch ganz gut, bis El von einem Moskito auf Loch 3 gestochen wurde und von dann an nur noch weinte:

Sachin zeigt Sara, wie der Putter zu halten ist. El steht weinend neben Adam

Nach der ca. 1,5 stündigen Golfrunde ging es in ein Caffee auf dem Dempsey Hill zum Frühstücken. Es gab Toast mit Marmelade und wahlweise “scrambled eggs” (Rührei) oder “sunnyside up” (Spiegelei) mit Speck:

Beny und Töchter, Adam und Sachin beim Frühstück in einem Caffee am Dempsey Hill

Am Sonntag war ich den ganzen Tag in der Wohnung. Ich suchte mir die Feiertage für dieses Jahr heraus und schaute nach Preisen für Flüge in verschiedene umliegende Länder.

Bezüglich des Essen kann ich nach den ersten Tage in Singapore sagen, dass ich bereits Murtabak Mutton sowie Chees Prata mit Fishhead und Curry Chicken Sauce, Beef Bee Hoon, Mee Goreng, Fried Kway Teow und Lemon Chicken Rice sowie Meetball Noodle hatte.

Tag der Ankunft

911er von Chris

Um 16:30 landete der Flieger. Da ich in der zweiten Reihe nach der Business-Class saß, konnte ich den Flieger recht schell verlassen und war einer der ersten an den Customs.

Nachdem ich mein Touristenvisum hatte, habe ich eine Flasche Wein und eine Flasche Vodka im Duty-Free-Shop gekauft, da Alkohol in der Stadt äußerst teuer ist.

Chris holte mich gegen 17 Uhr ab und wir fuhren dann direkt zu meiner Wohnung. Es handelte sich tatsächlich um einen alten 911er, wie er es sagte.



Die Vermieterin war wie verabredet da und ich konnte so direkt meine Koffer in meinem neuen Zimmer abstellen:

Mein Schlafzimmer

Das Wohnzimmer ist auch sehr hübsch eingerichtet:

Das Wohnzimmer mit Balkon

Die Vermieterin britischer Herkunft hat in der Wohnung ein Zimmer mit eigenem Bad. Sara ist meine Mitbewohnerin. Sie hat das Zimmer gegenüber von mir. Mit ihr teile ich mir nur das Bad. Wohnzimmer, Küche, Balkon, Waschmaschine, Trockner und Internet nutzen alle drei.

Nachdem ich meine Koffer abgestellt hatte besorgte ich mir eine Pre-Paid-Karte fürs Handy sowie eine EZ-Link-Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel. Anschließend habe ich noch einige Sachen im Supermarkt gekauft (überwiegend Frühstückssachen) der sich in Holland Village befindet, unmittelbar um die Ecke meines neuen Zuhauses.

Holland V.

Holland V.

Anschließend war ich mit Chris bei einem nahegelegenen Inder etwas esse. Es gab Murtabak Mutton, Chees Prata, Chicken und was zu trinken.

Damit war der Tag auch so gut wie rum. Beendet wurde er schließlich mit einigen Telefonaten in die Heimat und entsprechnder Berichterstattung über die Ankunft und die ersten Eindrücke.

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