Archive for August, 2010


The Mae Hong Soon Loop – Thailand

In der Zeit von Donnerstag 05.08 bis Dienstag Morgen 10.08 war mein erster “Urlaub” geplant. Dieser sollte mit 4 Freunden (Patrick, Christina, Pewy und Jessica) im Norden von Thailand in Form einer Rollertour stattfinden. Ziel war es dabei die sogenannte Mae Hong Son Loop abzufahren, die sich durch die Berge von Nordthailand schlängelt. Den Plan kann man ganz grob so zusammenfassen:

Wir fliegen Donnerstag Abend von Singapore nach Bangkok. Wir fahren mit dem Taxi zum Bahnhof und nehmen den letzten Zug von Bangkok nach Chiang Mai. Nach 13h Zugfahrt kommen wir am Freitag Vormittag im Norden von Thailand bzw. Chiang Mai an. Wir leihen uns Roller und fahren die sogenannte Mae Hong Son Loop ab (ca. 590km). Wir übernachten in Dörfern/Städten auf der Route und werden hoffentlich diverse Dinge unternhemen können. Wir kommen am Montag Abend wieder in Chiang Mai an und fliegen zurück nach Bangkok. Übernachtung findet am Flughafen statt, da wir nur ca. 5h überbrücken müssen bis unser Flieger am Dienstag morgen von Bangkok Richtung Singapore startet. In Singapore angekommen, geht es direkt auf die Arbeit, da wir uns nur den Vormittag freigenommen habe.

Gehört hatte ich von der Tour von einem Kumpel, der diese einige Monate zuvor absolviert hatte und mehr als nur begeistert war. Im Internet scheint die Tour aufgrund seiner 1864 hintereinander folgenden Kurven durchaus eine gewisse Berühmrheit zu haben. Die Erwartungen waren daher recht hoch.

Nun die detaillierte Story:

Los ging es für mich in Jakarta mit 20 Minuten Verspätung und damit mit einer Ankunft um 17:30 in Singapore. Damit blieb noch ca. 1h meine Sachen aus Jakarta am Flughafen in ein Schließfach bzw. an der  Kofferdeponierungsstelle abzugeben bis der Check-In-Schlater unseres 19:20 Uhr Flugs nach Bangkok schließ. Nachdem ich gegen 18 Uhr mein Zeug deponiert hatte ging es zu den Check-In Schlatern. Dort war jedoch eine rießen Schlange. Da die Check-In-Schlater ja schlecht schließen können bevor die Schlange abgearbeitet wurde nahmen wir zunächst an der Seite platz. Auch war Pewy noch in der MRT bei Raffles City, was ca. 35 Minuten vom Flughafen entfernt ist. Aufgrund der langen Schlange brach jedoch keine allgemeine Panik aus, da diese innerhalb der nächsten 30 Minuten ohnehin nicht abgearbeitet sein wird. Das einzige Problem was wir hatten war, dass der letzte Zug am Donnerstag Abend um 22 Uhr den Bahnhof in Bangkok, der Mitten in der Stadtmitte liegt, verlässt. Unser Flieger sollte geplant um 21:00 landen. Da der Flughafen ca. 30 Minuten außerhalb der Stadt liegt und wir noch einreisen und Tickets für den Zug kaufen müssen, wird die ganze Sache mit jeder Minute Verspätung des Flieger sehr sehr knapp. Gegen 18:45 Uhr (35 Minuten vor Abflug) bewegten wir uns dann jedoch aus welchen Gründen auch immer (die Schlange war nämlich immer noch genauso lang) doch zum Schalter. Schock! Es wurde bereits umgestellt auf Check-In für Ho Chi Minh City, ein Flug der für 20:30 Uhr vorgesehen war. Wir erkundigten uns, ob wir noch einchecken können und hatten Glück, ein provisorischer Schalter wurde eröffnet, da sich die Leute für HCMC unter die für Bangkok gemischt hatten und somit andere auch ein Problem hatten rechtzeitig einzuchecken. Allerdings machte dieser provisorischer Schalter auch in wenigen Minuten zu und Pewy war immer noch nicht da. Wir checken schon mal ein und hielten noch die Stellung. Pewy kam dann wirklich in letzter Sekunde und wir mussten mehr oder weniger zum Gate rennen, um noch den Flieger nach Bangkok zu bekommen. Aber wir saßen im Fliger! Dieser hob dann 15 Minuten zu spät ab. Das hieß für uns, dass wir genau 45 Minuten haben, um in Bangkok aus dem Flieger zu kommen und im Zug nach Chiang Mai zu sitzen.

Kaum war der Flieger gelandet, habe wir unser Gepäck geschnappt und sind durch den Flughafen zur Immigration gerannt . Da ich der einzige war der Turnschuhe anhatte konnte ich einen schnelleren Schritt auflegen wie die anderen mit ihren Flip Flops. Dementsprechend war ich zuerst bei der Einreise. In der Zeit, in der die anderen ihr Visum erhielten, habe ich dann schon mal ein Taxi organisiert, so dass die anderen nur noch reinspringen mussten und es direkt losgehen konnte. Dem Taxifahrer machen wir klar, dass wir es ungefähr 3 Stufen eiliger haben als eilig. Da auf dem Highway in Richtung Stadt wenig Verkehr war konnte er mit nahezu konstanten 140 km/h (das ist sehr selten in Asien diese Geschwindigkeit in einem Taxi) durchfahren und wir waren in 27 Minuten am Bahnhof.

Wir kamen um 21:50 Uhr am bahnhof an. Während ich den Ticketschalter aufsuchte versuchten die anderen den Schaffner in Schacht zu halten. Christina hatte vom Taxi aus einen Freund aus Bangkok angerufen ob dieser uns Tickets besorgen kann, so dass wir nur noch in den Zug springen müssen. Aufgrund unseres rasanten Taxifahrers waren wir jedoch vor im da.

Da die Zugfahrt 13h beträgt und es sich um eine Nachtfahrt handelt, wollten wir einen 2.Klasse-Schlafwagen-Platz haben bzw. fünf, für jeden von uns einen. Allerdings war der Schlafwagen komplett ausgebucht. In der 2. Klasse (Sitzplätze) gab es nur noch ein Ticket und in der 3. Klasse (Sitzplatz) gab es nur noch zwei. Wir mussten also entscheiden ob wir überhaupt fahren und haben uns dann entschieden doch in Bangkok zu übernachten und am nächsten Morgen den ersten Zug zu nehmen. In diesem Moment 21:59 traf jedoch Christinas Kumpel ein. Wir schilderten im die Lage und er ging noch mal zum Schalter. Er wechselte ein paar Worte in Thai mit dem Ticketverkäufer und schwups hatten wir fünf Tickets in der 3. Klasse Sitzplatz. Besser als nichts dachten wir, denn die Zeit die wir dadurch gegenüber der Übernachtungsmöglichkeit sparen, haben wir mehr zum Rollerfahren und das war ja der eigentliche Grund unseres Trip. Also ging es mit einem Sprint zu Gleis 10 und ab in unseren Wagen. Um 22:05 saßen wir gerade im Zug, da ging es auch schon los. Aber wir saßen im Zug!

Unser Zug nach Chiang Mai an Gleis 10, 10 Sekunden vor Abfahrt. Bild während dem Rennen gemacht

Unser Zug nach Chiang Mai an Gleis 10, 10 Sekunden vor Abfahrt. Bild während dem Rennen gemacht

Wir saßen trotz knappen (eigentlich unmöglichen) Zeitplans alle 5 im 22:00 Uhr Zug von Bangkok nach Chiang Mai.

Wir saßen trotz knappen (eigentlich unmöglichen) Zeitplans alle 5 im 22:00 Uhr Zug von Bangkok nach Chiang Mai.

Tja was soll man sagen zur Zugfahrt…? Sitze: recht unbequem, schlafen: fehlanzeige, Lärm: ohrenbedeubend, Sanitäre Anlagen: rudimentär vorhanden. Kurz: 3. Klasse in Thailand halt für 13h Übernacht. Die Bilder sprechen für sich:

Wir konnten jedoch im Zug recht lecker Abendessen und Frühstücken. Nach dem die Sonne aufgegangen war und wir bereits an den Ausläufern der Berge Nordthailands waren wurde die Zugfahrt sogar richtig schön.

Mein Abendessen: Chicken-Cushewnuts mit Reis und Suppe

Mein Abendessen: Chicken-Cashewnuts mit Reis und Suppe

Wir kamen etwas verspätet um 14 Uhr in Chinag Mai an und sind direkt mit einem Tuk-Tuk zu Mr. Mechanic gefahren. Hier sollte man laut eines Berichts den ich zuvor studiert hatte zuverlässige Motorroller leihen können. Wir haben uns ingesamt 3 Mopeds vom Typ Honda Dream mit 125cc gemietet. Die Kosten hierfür lagen für drei Tage (also bis Montag 15 Uhr) inkl. Helm und Versicherung nach kurzem Verhandeln bei 360 THB (= 8,90 EUR) pro Person.  Eine Karte hatte ich mir zuvor aus dem Internet herausgesucht und in Jakarta studiert. Somit wusste ich ungefähr wo wir hin mussten. Nach einer kurzen Probefahrt, um zu testen, ob am Moped auf den ersten Blick alles ok ist , ging es auch schon los, denn unsere erste Übernachtungsmöglichkeit befand sich im 128km entfernten Pai.

Im Tuk-Tuk vom Bahnhof Chiang Mai zu Mr. Mechanic

Im Tuk-Tuk vom Bahnhof Chiang Mai zu Mr. Mechanic

Bei Mr. Mechanic in Chiang Mai

Bei Mr. Mechanic in Chiang Mai

Kurz vor Abfahrt aus Chiang Mai

Kurz vor Abfahrt aus Chiang Mai

Nach einem ersten Tankstop in Chiang Mai stellte es sich zunächst als etwas schwierig heraus Chiang Mai in die richtige Richtung zu verlassen.  Die Karte die ich hatte war zwar recht detailliert für die Tour, die wir vorhatten, nicht aber für Chiang Mai selbst. Daher verfuhren wir uns zunächst ein wenig. Wir mussten in den Norden nach Mae Rim, durch Mae Rim durch und dann Richtung Mae Taeng. Noch vor Mae Taeng mussten wir nach Links auf den Highway 1096, der in die Berge führt. Die ca. 40km bis zu dieser Abzweigung bestanden überwiegend aus einer Autobahn und man konnte sich anhand der Schilder recht gut orientieren. Außerdem haben wir die ersten Kilometer mit ca. 80km/h recht zügig zurückgelegt.

Kurz nach der besagten Abzweigung waren wir dann seelen alleine: keine Autos, keine Menschen, keine anderen Roller. Nur die Straße und wir: herrlich. Kurz später kamen wir an ein Restaurant. Da wir noch nichts zu Mittag gegessen haben, entschieden wir uns einzukehren. Danach sollte es weiter Richtung Pai gehen. Auf dem Weg dorthin wollten wir uns einen Tempel, einen Wasserfall und heiße Quellen anschauen. Beim Essen fragte uns der Wirt, wo wir denn hin wollten. Unsere Antwort nach Pai verwirrte ihn etwas. Er antwortete, dass wir von seinem Restaurant aus ca. 3h benötigen. Da es gegen 19 Uhr dunkel wird, wir mittlerweile 17 Uhr hatten, das Essen zwar bestellt aber noch nicht da war, mussten wir unseren Plan wohl ändern. Es sei, so der Wirt, sehr gefährlich im dunklen die Straße in die Berge zu fahren. Wir entschieden uns daher alle Sehenswürdigkeiten auszulassen und diese im weiteren Verlauf der Strecke an den Folgetagen dann mitzunehmen. Priorität Nummer 1 für den Tag war es daher Pai vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen.

Das Restaurant am Begin des Highway 1096

Das Restaurant am Begin des Highway 1096

Dies ist uns, vorsichtig formuliert, nicht gelungen. Die Straßen glichen Serpentinen. Meine 125er mit zwei Leuten und Gepäck schaffte bergauf im Schnitt vllt. gerade mal 23km/h. Und das bei Vollgas im ersten Gang. Teilweise bin ich mehrere Kilometer im ersten Gang gefahren, da im Zweiten das Drehmoment wesentlich zu gering war und die Geschwindigkeit daher rapide abfiel. Je nach Steigung bewegte ich mich im ersten Gang zwischen 10 und 40km/h. Der Geräuschkulisse zu Folge hätte der Kolben eigentlich von unten Gegen den Sitz schlagen müssen. Entsprechend hoch war der Spritverbrauch. Ca. 25km vor Pai auf einem Berg ging mir dann so langsam der Sprit aus. Die anderen schienen ein besseres Moped erwischt zu haben, denn sie konnten nicht nur schneller den Berg hochfahren sondern hatten auch zu dem Zeitpunkt noch einen halbvollen Tank. Glücklicherweise gab es jedoch zwei Holzhütten in denen scheibar sogar jemand wohnte. Ich kauft einer älteren Frau zwei Liter Benzin ab, den sie sogleich in Flaschen aus ihrer Küche herbrachte.

Tanken an einer Holzhütte. Benzin aus Flaschen.

Tanken an einer Holzhütte. Benzin aus Flaschen.

Tanken an einer Holzhütte. Benzin aus Flaschen.

Tanken an einer Holzhütte. Benzin aus Flaschen.

Tanken an einer Holzhütte. Benzin aus Flaschen.

Tanken an einer Holzhütte. Benzin aus Flaschen.

Von hier an ging es dann weiter nach Pai. Es ging genauso steil bergab wie zuvor bergauf. Mittlerweile war es dunkel, schweinekalt und neblig. Ihr glaubt gar nicht wie lang ein Kilometer sein kann, wenn man in einem dünnen Pulli, bei Nacht und Nebel auf einem Roller in Nordthailand unterwegs ist. Außer Autos, die uns an unmöglichen Stellen überholt haben, und Kuhherden, die sich auf der Straße ausruhten, und Hunden die hier und da mal über die Straße liefen, konnten man allerdings auf den breiten Straßen sehr gut fahren.  Wir kamen gegen 21:30- 22:00 Uhr in Pai an. Aber wir kamen an!

Wir suchten uns ein Guest House und wurden mit dem Abodaya Guest House auch recht schnell fündig. Das Doppelbettzimmer kostete 300 Baht pro Zimmer und Nacht, also ca. 3,70 EUR. Die Unterkunft war für diesen Preis, meiner Meinung nach, mehr als gut. Wir machten uns frisch und haben den Abend gemütlich bei Thai-Essen und einem kalten Bier ausklingen lassen.

Wir beim Abendessen in einem Restaurant in Pai

Wir beim Abendessen in einem Restaurant in Pai

Das Abodaya Guest Haouse in Pai

Das Abodaya Guest Haouse in Pai

Das Doppelzimmer von Patrick und mir im Abodaya Guest House

Das Doppelzimmer von Patrick und mir im Abodaya Guest House

Am nächsten Morgen (Samstag) klingelte der Wecker um 6:30 Uhr, denn wir wollten um 7 Uhr losfahren. Plan war es ca. 10km zurück zu fahren, um die Tha Phai Hot Springs zu sehen. Anschließend wollten wir dann weiter auf unserer Route fahren und Mae Hong Son erreichen. Ein weiterer Zwischenstop war für Sop Pong geplant, da es hier zu den Ban Tham Lot Höhlen ging, die wir uns anschauen wollten.

Beim Packen in Pai am Samstag Morgen

Beim Packen in Pai am Samstag Morgen

Unsere Vermieterin in Pai beim Morgengebet

Unsere Vermieterin in Pai beim Morgengebet

Wir vor der Abfahrt aus Pai.

Wir vor der Abfahrt aus Pai.

Die Quellen konnten wir, nach einem Tankstop in Pai, recht schnell erreichen, da die Straßen recht flach und gerade waren. Von der Hauptstraße musste man dann ca. 3 Minuten einen Abstecher machen, um zu den Quellen zu kommen. Jedoch hatte Pewy ihren Roller gnadenlos im Gebüsch versenkt noch bevor wir die Quellen erreichen konnten. Nach dem der Roller geborgen war (Pewy war nichts passiert) mussten wir uns vor Lachen erst mal wieder einkriegen. Dann ging es weiter zu den Quellen. In den Quellen selbst sind die anderen dann ein Weilchen baden gegangen während ich mir die Quellen ein Stück weiter bergauf anschaute. Anschließend ging es dann gegen 11 Uhr weiter Richtung Sop Pong zu den Höhlen.

Pai am Morgen.

Pai am Morgen.

Auf dem Weg zu den Quellen vor Pai

Auf dem Weg zu den Quellen vor Pai

Auf dem Weg zu den Quellen vor Pai

Auf dem Weg zu den Quellen vor Pai

Auf dem Weg zu den Quellen vor Pai

Auf dem Weg zu den Quellen vor Pai

Patrick und ich beim Bergen des Roller von Pewy

Patrick und ich beim Bergen des Roller von Pewy

Patrick und ich beim Bergen des Roller von Pewy

Patrick und ich beim Bergen des Roller von Pewy

Tha Phai Hot Springs (80 Grad Celcius)

Tha Phai Hot Springs (80 Grad Celcius)

Die Hauptstraße Richutng Sop Pong schlängelte sich entlang der Berge. Hatten die Straßen am Vorabend schon Spaß gemacht wurde das Rollerfahren nun bei Tageslicht und klarer Sicht zum aller größten Vergnügen. Man hatte nahezu durchweg eine atemberaubende Aussicht. Auf dem Gipfel gab es eine Art Aussichtspunkt bevor es dann bergab Richtung Sop Pong ging. Die Bilder sprechen auch hier für sich:

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und zu den Höhlen.

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und zu den Höhlen.

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und zu den Höhlen.

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und zu den Höhlen.

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und zu den Höhlen.

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und zu den Höhlen.

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und den Höhlen.

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und den Höhlen.

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und den Höhlen.

Auf dem Weg nach Mae Hong Son und den Höhlen.

Die Höhlen sind ein ganzes Stück fernab von der Hauptstraße gelgen. Man muss einer sehr schmalen alphaltierten Straße, die durch diverse Dörfer führt, folgen. Am Ende dieser Straße erreicht man dann den Parkplatz und den Eingang, vom dem aus eine Tour durch die Höhlen gebucht werden kann. Man benötigt hierzu einen Tourguide, der sich in den Höhlen auskennt und eine Lampe mitschleppt sowie ein Ticket für das Bambusfloß, das den Transport zwischen den drei Höhlen garantieren.

Die Tham Lod Höhlen

Die Tham Lod Höhlen

Unsere Tourguides

Unsere Tourguides

Am Eingang zu Höhle 1

Am Eingang zu Höhle 1

In der Höhle

In der Höhle

In der Höhle

In der Höhle

Auf dem Weg hoch zur Höhle 2

Auf dem Weg hoch zur Höhle 2

Auf dem Weg zurück zu Höhle 1 und dem Ausgang

Auf dem Weg zurück zu Höhle 1 und dem Ausgang

Nach dem wir alle drei Höhlen besichtigt haben, ging es weiter in Richtung Mae Hong Son. Wir hatten noch einiges an Strecke vor uns und es war bereits ca. 15 Uhr. Christina, Pewy und ich waren  eine Minute früher abfahrbereit als Patrick und Jessica. Da es relativ heiß war, entschieden wir uns an einer Art Kiosk gegenüber des Eingangs zu den Höhlen, wo wir unsere Mopeds geparkt hatten, Wasser zu kaufen. Jedoch sahen wir urplötzlich Patrick mit Jessica davon fahren. Wir dachten uns das Patrick wohl erst mal ein Stück fahren will und fuhren auch los. Allerdings verloren wir Patrick relativ schnell aus den Augen, denn er ist die schmale Straße entlang gepeischt wie ein Verrückter. Nach dem wir dann nach ca. 15 Minuten Fahrt wieder an der großen Hauptstraße ankamen, dachten wir eigentlich, dass Patrick und Jessica hier auf uns gewartet hätten. Dies war allerdings nicht der Fall. Wir sind daher auf der Hauptstraße weitere 5km gefahren ohne ihn und Jessica anzutreffen. Uns kam die Sache etwas komisch vor, denn bisher hatten wir immer darauf geachtet zusammen zu bleiben und haben aufeinander gewartet, falls jemand, aus welchen Gründen auch immer, mal etwas weiter zurück geblieben ist. Soweit wie wir diesmal gefahren sind, hätten er aber bereits mehrere Male auf uns warten müssen. Wir dachten uns daher, dass er vllt. irgendwo angehalten hatte und wir an ihm vorbeigefahren sind. Wir kehrten deshalb zunächst mal zur Abzweigung von der Hauptstraße zurück. Allerdings war er auch hier nicht anzutreffen. Ich setzte Christina ab, so dass sie auf die beiden warten konnte konnte während Pewy nochmal die Hauptstraße abfuhr und ich wieder Richutung Höhlen fuhr, um nach Patrick und Jessica ausschau zu halten. Es half alles nichts. Sie waren verschwunden. Die ganze Suchaktion dehnte sich auf geschätze 1,5h aus. Dann kam Patrick und Jessica auf ihrem Roller die Hauptstraße herunter gefahren. Ein kurzes Gespräch lieferte dann die Lösung des Malheur: Patrick hatte uns am Kiosk gegenüber des Eingangs nicht stehen sehen und dachte wir wären vorgefahren. Er gab daher etwas “mehr Gas” als üblich, um zu uns aufzuschließen. Da er uns jedoch nie antraf und dies auch nicht der Fall war, als er auf die Hauptstraße kam, dachte er wir würden nicht auf ihn warten und hat seinen Roller entsprechend immer näher am Grenzbereich bis auf den 30km entfernt gelegenen Gipfel des nächsten Berges getrieben. Als wir auch am dortigen Aussichtspunkt nicht anzutreffen waren, wurde ihm klar, dass wir hinter ihm sein mussten. Daher drehte er wieder um… :-D

Wir fuhren dann zusammen Richtung Mae Hong Son weiter und mussten uns nun, aufgrund der verlorengegangenen 1,5h etwas rannhalten, so dass wir den Tempel bei Mae Hong Son noch vor Einbruch der Dunkelheit besichtigen konnten. Dies haben wir auch geschafft.  Wir suchten uns ein Guest House, machten uns frisch und ging zusammen etwas Essen. Wir ließen den Abend, wie am Vorabend auch, bei Thai-Essen und einem kalten Bier ausklingen.

Weg zum Gipfel nach den Höhlen

Weg zum Gipfel nach den Höhlen

Auf dem Weg hoch zum Gipfel nach den Höhlen

Auf dem Weg hoch zum Gipfel nach den Höhlen

Ausblick vom Gipfel nach den Höhlen und vor Mae Hong Son

Ausblick vom Gipfel nach den Höhlen und vor Mae Hong Son

Wir zusammen auf dem Gipfel der Patrick'schen Erleuchtung

Wir zusammen auf dem Gipfel der Patrick'schen Erleuchtung

Der Tempel "Wat Phrathat Doi Kong Mu" bei Mae Hong Son

Der Tempel "Wat Phrathat Doi Kong Mu" bei Mae Hong Son

Mae Hong Son vom Tempel aus

Mae Hong Son vom Tempel aus

Mae Hong Son vom Tempal aus

Mae Hong Son vom Tempal aus

Im Hof des Tempel

Im Hof des Tempel

Unser Restaurant am Samstag Abend

Unser Restaurant am Samstag Abend

Unser Guest House für den Samstag Abend

Unser Guest House für den Samstag Abend

Am Sonntag Morgen ging es dann wieder sehr früh raus. Wir wollten um 7 Uhr losfahren, da wir für diesen Tag viel geplant hatten: wir wollten zunächst den Highway 108 weiter bis nach Khun Yuam fahren und hier dann ins Landesinnere abbiegen. Eine schmälere Straße führt laut Karte  nach Mae Chaem. Von hier aus ist es dann nicht mehr weit auf den höchsten Berg Tailands, den 2590 Meter hohen Doi Inthanon. Von hieraus sollte es dann zu mehreren Wasserfällen gehen und schließlich eine Übernachtung in Chom Thong den Tag beschließen. Aus heutiger Sicht war das ein sehr ambitionierter Plan, der natürlich hinten und vorne nicht aufgehen konnte, da uns nicht klar war, dass wir mehrere Male von rund 1200 Meter auf teilweise bis 1800 Meter fahren mussten. Zumindest für mein Moped hieß das, dass ein Großteil der Strecke nicht über 23,8 km/h zu bewältigen war. Und da es sehr selten gerade aus geht, kann man bergab nicht wirklich viel Zeit “gutmachen”. Nichtsdestotrotz war dies mit Sicherheit der interessanteste Teil der Strecke. Wir waren praktisch einen Tag lang im Innersten des Landes, wo außer uns wirklich kaum etwas anzutreffen war, abgesehen von einigen Dörfern. Hätte man hier eine Panne gehabt…oh je.

Es ging also gegen 7:30 Uhr mit leichter Verspätung los. Wir hielten zum Frühstück und volltanken an einer Tankstelle in Mae Hong Son an. Gegen 8 Uhr verließen wir dann Mae Hong Son. Den Teil von Mae Hong Son nach Khun Yuam konnten wir noch recht schnell zurücklegen. Es handelte sich um einen Highway der mehr oder weniger kurvenarm ist, was bei der Mae Hong Son Loop jedoch nicht geradeaus bedeutet. In Khun Yuam haben wir uns dann ca. 1h zwecks shopping und Verhandlung um den Preis aufgehalten.

An der Tankstelle in Mae Hong Son

An der Tankstelle in Mae Hong Son

Frühstück an der Tankstelle in Mae Hong Son

Frühstück an der Tankstelle in Mae Hong Son

Abfahrt aus Mae Hong Son

Abfahrt aus Mae Hong Son

Auf dem Weg nach Khun Yuam

Auf dem Weg nach Khun Yuam

In Khun Yuam

In Khun Yuam

Von Kuhn Yuam aus verließen wir den dann spärlich befahrenen Highway in Richutng Landesinneren bzw. Mae Chaem.  Die Straße  wurde etwas schmäler als der Highway, war allerdings nichtsdestotrotz äußerst gut zu befahren. Allerdings war hier nun wirklich niemand mehr unterwegs außer uns. Wir machten um die Mittagszeit in einem kleinem Dorf einen Tankstop und orderten eine Kleinigkeit zum Mittagessen. Dieses ließen wir uns einpacken. Unser Plan war nämlich ein Stück weiter zu fahren und an einem schönen Ort mit tollem Ausblick zu Mittag zu essen. Keine 2km weiter wurden wir dann auch schon fündig.

Tankstop und Besorgung des Mittagessens in Ban Pang Ung

Tankstop und Besorgung des Mittagessens in Ban Pang Ung

Tankstop und Besorgung des Mittagessens in Ban Pang Ung

Tankstop und Besorgung des Mittagessens in Ban Pang Ung

Mittagessens ca. 2km nach Ban Pang Ung

Mittagessens ca. 2km nach Ban Pang Ung

Mittagessens ca. 2km nach Ban Pang Ung

Mittagessens ca. 2km nach Ban Pang Ung

Mittagessens ca. 2km nach Ban Pang Ung

Mittagessens ca. 2km nach Ban Pang Ung

Nach dem Mittagessen wurden die Straßen dann noch schmäler, dafür wurde das Wetter und die Landschaft immer schöner und folglich der Fahrspaß immer größer. Ein paar Bilder mögen illustrieren, was ich meine:

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Cheam

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Cheam

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Eindrücke auf dem Weg von Khun Yuam nach Mae Chaem

Es wurde in den Bergen so heiß, dass Patrick seine Hände mit Klopapier bedecken musste, um den bereits vorhandenen Sonnenbrand einigermaßen in Grenzen zu halten:

Patrick wickelte seine Hände in Klopapier ein, um sich vor der Sonne zu schützen

Patrick wickelte seine Hände in Klopapier ein, um sich vor der Sonne zu schützen

Patrick wickelte seine Hände in Klopapier ein, um sich vor der Sonne zu schützen

Patrick wickelte seine Hände in Klopapier ein, um sich vor der Sonne zu schützen

Auch bekamen wir hin und wieder mal auf der Straße einige interessante Dinge zu sehen:

Und dann fing es für ca. 10 Minuten an zu regen und wir mussten uns wetterfest machen:

schnell wetterfest machen...

schnell wetterfest machen...

... und ein Gruppenfoto dank wasserdichter Kamera

... und ein Gruppenfoto dank wasserdichter Kamera

War hatten uns zwar nie verfahren, aber an einem Punkt wussten wir nicht so ganz wo es weitergeht:

Hier wusste wir nicht so ganz wo es genau weitergeht...

Hier wusste wir nicht so ganz wo es genau weitergeht...

...aber ein Bick auf die Karte löste dann das Rätsel

...aber ein Bick auf die Karte löste dann das Rätsel

Aber wir kamen in Mae Chaem gut an. Von hier aus ging es dann direkt weiter Richtung höchstem Punkt in Thailand. Kurz nachdem wir Mae Chaem verließen, kamen wir an einer Hütte vorbei und wir entschieden uns eine kleine Verschnaufpause einzulegen. Dies bot sich ohnehin an, da sich der Himmel mit äußerst dunklen Wolken zuzog. Nach ca. 25 Minuten war der Himmel dann wieder etwas aufgeklart und wir gestärkt. Wir fuhren also weiter in Richutng Doi Inthanon. Nach nicht einmal 800 Metern fing es jedoch aus heiterem Himmel an zu schütten wie aus Eimern. Wir entschieden uns gar nicht erst zu versuchen die Regensachen anzuziehen sondern kehrten direkt zurück zur Hütte und führen inklusive Roller direkt in die Hütte rein. Nach weiteren 15 Minuten war dann das Wetter wieder besser und wir konnten unsere Tour weiterverfolgen. Schließlich kamen wir auf dem 2590 Meter hohen Doi Inthanon an. Mein Tank war zwar kurz zuvor noch halb voll, jedoch war er nahe Null, als wir oben ankamen. Wir schauten uns zunächst den Tempel an und erkundigten uns am Eingang nach der nächstgelegenen Tankstelle. Diese war ca. 10km entfernt. Das sollte machbar sein, denn ab nun ging es ja überwiegend bergab. Die Sicht vom Tempel war durchwachsen und änderte sich sekündlich. Wir waren in der Tat über den Wolken.

In Mae Chaem

In Mae Chaem

In Mae Chaem

In Mae Chaem

Kurze Pause nach Mae Chaem

Kurze Pause nach Mae Chaem

Unterstellen inkl. Roller aufgrund starker Regenfälle

Unterstellen inkl. Roller aufgrund starker Regenfälle

Die Sicht auf den höchsten Berg Thailands: der Doi Inthanon

Die Sicht auf den höchsten Berg Thailands: der Doi Inthanon

Tempel und Blick vom Doi Inthanon

Tempel und Blick vom Doi Inthanon

Temple und Blick vom Doi Inthanon

Temple und Blick vom Doi Inthanon

Tempel und Blick vom Doi Inthanon

Tempel und Blick vom Doi Inthanon

Nach Besichtigung des Tempels war es bereits ca. 17 Uhr. Da wir noch ein gutes Stück Strecke vor uns hatten, entschieden wir uns von den drei möglichen Wasserfällen nur einen anzuschauen, so dass wir es noch vor Einbruch der Dunkelheit nach Chom Thong schafften. Wir entschieden uns für den Vachiratan Wasserfall. Hier kamen wir gerade noch im hellen an. Es wurde entsprechend rapide dunkel und die letzten 10km mussten somit im Dunklen zurückgelegt werden. Da die letzte Mahlzeit ca. sieben Stunden zurück lag entschieden wir uns an diesem Abend zuerst etwas Essen zu gehen und dannach ein Guest House aufzusuchen. Glücklicherweise befanden sich direkt an der Hauptstraße am Ortseingang zu Chom Thong diverse Restaurants. Wir kehrten ein und aßen den mit Abstand besten Fried Rice auf unserer Tour. Nach dem Essen ging es noch kurz zum nächstgelegenen 7-11. HIer wurde das wohlverdiente Feierabend Bier erworben. Den Tag beschlossen wird dann bei einem klaten Bier auf dem Zimmer.

Vachiratan Falls

Vachiratan Falls

Vachiratan Falls

Vachiratan Falls

Abendessen in Chom Thong

Abendessen in Chom Thong

Am Montag Morgen sind wir dann etwas später aufgestanden. Geplante Abfahrt war um 8 Uhr. Wir mussten nun nur noch über den Highway 108 von Chom Thong zurück nach Chiang Mai. Da wir hier mit ca. 80 km/h durchschnittlich fahren konnten, waren wir recht früh in Chiang Mai. Wir haben uns daher entschlossen unser Frühstück an einem kleinen Restaurant am Straßenrand einzunehmen. Wir entschieden uns für Fried Rice mit Ei und Chicken für 25 Baht (= 0,62 Euro).

Abfahrt aus Chom Thong

Abfahrt aus Chom Thong

Auf dem Highway 108 von Chom Thong nach Chiang Mai

Auf dem Highway 108 von Chom Thong nach Chiang Mai

Ankunft in Chiang Mai

Ankunft in Chiang Mai

Frühstück in Chiang Mai

Frühstück in Chiang Mai

Frühstück in Chiang Mai

Frühstück in Chiang Mai

Frühstück in Chiang Mai

Frühstück in Chiang Mai

Nach dem Frühstück ging es zunächst zu Mr. Mechanic, denn wir wollten die Roller um ein paar Stunden verlängern. Unser Plan war es etwas nördlich von Mae Taeng das sogenannten “White Water Rafting” auszuprobieren. Deshalb ging es wieder in Richutng Norden. Da es sich auch hier um einen Highway handelte konnten wir recht zügig fahren, allerdings nahmen die ca. 40km doch einige Zeit in Anspruch. Angekommen beim “White Water Rafting” zogen wir uns entsprechend um. Dann wurde das Schlauchboot aufs Dach eines mehr als alten Jeeps geladen und wir mussten ins Schlauchboot auf dem Dach klettern. Wir wurden duch nur mit 4WD zugängiges Gelände ca. 3km den Fluß entlang gefahren. Von hieraus ging es dann wieder zurück zum Lager. Naja was soll man sagen…Das Wasser war weder “white” sondern eher brown noch war das Wasser wirklich “wild”, wie man das normalerweise vom Rafting kennt. Patrick und ich entschieden uns daher, mit unserer beim Dragon Boating gelernten Technik, der ganzen Sache etwas “Schwung” zu veleihen. Allerdings war das unserem Steuermann wohl etwas zu “wild” und er bat uns nicht so schnell zu paddeln. Unseren Spaß hatten wir trotzdem, denn in einer Stromschnelle verlor Jessica ihr Paddel. Unser Steuermann erteilte dann im Sekundentakt Befehle zum vor- und zurückpaddeln, was uns nahe an den Punkt der Erschöpfung brachte, denn das Paddel im Wasser ging seinen eigenen Weg. Letztendlich konnte ich es jedoch aus dem Wasser fischen und wir konnten uns dann wieder in Ruhe treiben lassen.

Vor der Abfahrt zum "White Water Rafting"

Vor der Abfahrt zum "White Water Rafting"

Im Schlauchboot auf dem Dach eines Jeeps.

Im Schlauchboot auf dem Dach eines Jeeps.

Paddeln war nicht erwünscht

Paddeln war nicht erwünscht

Anschließend aßen wir in einer kleinen Holzhütte unweit vom Raftinglager zu Mittag. Da die Zeit schon recht fortgeschritten war machten wir uns dann relativ zügig auf den Rückweg, denn wir wollten uns noch einen Tempel ein Paar Kilometer außerhalb Chiang Mais anschauen. Allerdings hatte es auf dem Rückweg ununterbrochen geregnet. Zwar nicht stark, aber wir konnten uns nur mit ca. 65 km/h fortbewegen. Als es dann in Chiang Mai Richtung Tempel ging war der Verkehr fast unerträglich und wir standen ewig im Stau. Obendrein haben wir uns dann auch noch mal verfahren. Wir hatten einen Highway in die falsche Richtung gewählt. Als wir dann wieder auf Kurs waren, war es bereits 17 Uhr. Da Mr. Mechanic um 18 Uhr schließt, haben wir uns entschlossen lieber zurück zu fahren und mussten daher den Tempel auslassen.

Mittagessen in einer Holzhütte am Fluß nach dem Rafting

Mittagessen in einer Holzhütte am Fluß nach dem Rafting

Mittagessen in einer Holzhütte am Fluß

Mittagessen in einer Holzhütte am Fluß

Zurück (im Stau) in Chiang Mai

Zurück (im Stau) in Chiang Mai

Zurück (im Stau) in Chiang Mai

Zurück (im Stau) in Chiang Mai

Stattdessen sind wir dann, nach Abgabe der Roller und kurzem Kleidungswechsel von Motorradkleidung auf kurze Hose und T-Shirt, etwas durch Chiang Mai gewandert. Wir haben einen Tempel besichtigt und ein paar leckere gegrillte Bällchen aus Reis und Speck gegessen. Außerdem haben wir uns an einer mobilen Bar zu Abschluss einen Mai Thai gegönnt. Den Abend haben wir in einem kleinen Restaurant in Chiang Mai ausklingen lassen. Hier habe ich mir auch mal die Küche etwas genauer angeschaut.  Nach dem Essen sind wir noch kurz über den unweit entfernten Nightmarket geschlendert.

Tempel in Chiang Mai

Tempel in Chiang Mai

Tempel in Chiang Mai

Tempel in Chiang Mai

Gegrillte Reisbällchen mit Speckwürfeln

Gegrillte Reisbällchen mit Speckwürfeln

Gegrillte Reisbällchen mit Speckwürfeln

Gegrillte Reisbällchen mit Speckwürfeln

Mai Thai an einer mobilen Bar in Chiang Mai

Mai Thai an einer mobilen Bar in Chiang Mai

In der mobilen Bar...

In der mobilen Bar...

Unser Restaurant für Abendessem am Montag Abend, kurz vor Abflug nach Bangkok

Unser Restaurant für Abendessem am Montag Abend, kurz vor Abflug nach Bangkok

Ich wollte unbedingt mal wissen wo die guten Fried Rice herkommen. Daher bin ich mal in die Küche gegangen...

Ich wollte unbedingt mal wissen wo die guten Fried Rice herkommen. Daher bin ich mal in die Küche gegangen...

...und habe mich mit den Zutaten vertraut gemacht

...und habe mich mit den Zutaten vertraut gemacht

Unser Flieger ging um 22:40 Uhr zurück nach Bangkok. Hier angekommen haben wir uns einen Platz zum Schlafen unweit vom Schalter für den Rückflug nach Singapore gesucht. Gegen 00:30 UHr haben wir uns dann schlafen gelegt.

Übernachtung am Flughafen Bangkok in der Nähe der Schalter

Übernachtung am Flughafen Bangkok in der Nähe der Schalter

Geweckt wurden wir dann um 05:30 Uhr von einem Mitarbeiter einer Fluggesellschaft, der zu seinem Schalter musste vor dem wir uns unwissenderweise breitgemacht hatten. Wir machten uns frisch und gingen um 6:00 Uhr zum Check-In-Schalter. Unser Flieger nach Singapore startete um 07:05 Uhr. Leider war keine Zeit für ein abschließendes Thai-Frühstück, daher ging es nach dem Check-In noch kurz zum 7-11, um uns etwas zum Frühstücken zu kaufen.  Gegen 06:15 Uhr haben uns uns dann auf Richtung Passkontrolle gemacht. Hier war ein rießen Stau an Leuten. Als nach 30 Minuten in der Schlange stehen und einer Uhrzeit von 6:45 Uhr noch lange nicht in Aussicht war, dass wir demnächst an der Reihe wären, wurde uns klar, dass das mit dem Flieger mal wieder eine recht knappe, wenn nicht sogar unmögliche Sache werden konnte. Um 6:50 Uhr ging Patrick dann nach vorne um die Leute zu fragen, ob er vor könne. Dies hat auch geklappt. Patrick ist dann zum Gate gerannt und hat bescheid gesagt, dass noch vier weitere kommen. Ich habe um 7:00 Uhr als letzter die Passkontrolle passiert. Dann kam die Sicherheitskontrolle. Hier habe ich alles nur noch aufs Band geworfen und nach dem Check alles geschnappt und bin losgerannt. Meinen Gürtel hab ich gar nicht erst versucht anzuziehen. Pewy und Christina konnte ich Dank festem Schuhwerk überholen. Allerdings ging mir nach einigen Minuten auch so langsam die Puste aus. Wir hatten, aufrgund der Günstig-Airline, natürlich das vorletzte Gate am ganzen Flughafen erwischt. Ich traf um 07:03 Uhr am Gate gerade noch pünktlich ein. Christina und Pewy kamen Punkt 07:05 Uhr an. Es war eine mehr als knappe Geschichte. Aber wir waren im Flieger! Dieser hob dann um 07:10 Uhr mehr oder weniger pünklich ab, denn wir waren nicht die Letzten :-D

Wir haben uns dann am darauffolgenden Sonntag zu einem Grillabend bei Patrick verabredet und Bilder angeschaut und insbesondere ausgetauscht. Damit war der bisher beste Trip offiziell abgeschlossen. Insgesamt (ohne Flug) habe ich 100 Euro ausgegeben. Hierin waren drei Mahlzeiten pro Tag, Zugticket, Miete für Roller und Helme, Benzin, Unterkunft und Eintritt für die gesamt Zeit sowie Taxikosten für den Transport enthalten. Entsprechend habe ich direkt dem Steinheimer mitgeteilt,dass wir unsere Urlaubsplanung für März/April 2011 überdenken müssen. Ziel ist es sie so umzugestalten, dass ich den Trip noch mal machen kann. :-D

Am 04. und 05.08 fand in Jakarta das sogenannte “2nd International Symposium on Probiotic and Prebiotic, as Funftional Foods for Human Health Promotion” statt. Dieses fand im Pan Pacific Hotel in Jakarta statt. Da wir unter anderem auch ein Inhaltsstoff herstellen, der prebiotische Eigenschaften hat, sollten wir also hier vertreten sein. Zwei unserer Mitarbeiter aus dem Office in Singapore wollten die Vorträge anhören, zwei Mitarbeiter aus Belgien und England waren slebst als Redner geplant. Meine Aufgabe war es daher eine Art Messestand auf einer Art Minimesse, die im Raum hinter dem Vortragssaal stattfinden sollte, zusammen mit unseren Kollegen aus Jakarta zu schmeißen.

Ich hatte im Vorfeld alles soweit geregelt, d. h. einen portablen Stand zu meinen Kollengen nach Jakarta geschickt mit samt Bröchuren, Produktproben und diverse Geschenke, die an die Kunden rausgegeben werden können. Zusätzlich hatte ich mit dem Veranstalter für Übernachtungen für alle anwesenden gesorgt. Auf Wunsch unserer englischen Mitarbeiterin habe ich ebenfalls einen pick-up Service vom und zum Flughafen mit dem Veranstalter geregelt (sie war nämlich der Meinung, dass es zu gefährlich sei (sic!) sich am Flughafen in Jakarta ein Taxi zu nehmen. Nicht dass ich 5 Wochen zuvor desöfteren mit dem Taxi gefahren bin und für keinen von uns aus Singapore so etwas vorgesehen war.) Der Veranstalter teilte mir mit, dass er dies über das Hotel regeln lässt, da dieses diesen Service ohnehin für seine Gäste anbietet und da unsere Übernachtung ebenfalls im Pan Pacific Hotel gebucht wurde, bot sich dies an.

Da das Symposium laut Agenda am Mittwoch Morgen 04.08 beginnen sollte, buchte ich bereits einen Flug am Dienstag morgen nach Jakarta und teilte den Kollegen in Jakarta mit, dass sie alles ins Hotel schicken sollen, so dass ich alles am Dienstag aufbauen kann sobald das Hotel dafür das ok gegeben hat. So hatte ich noch den ganzen Dienstag Zeit im Notfall Dinge organisieren zu können.

Ich landete um 08:30 in Jakarta und kam gegen 10 Uhr im Hotel in Jakarta an. Ich richtete mich in meinem Hotelzimmer ein und schaute mir die Örtlicheiten an, an denen unsere Stand aufgebaut werden sollte und an dem das Symposium stattfand. Außerdem erkundete ich mich an der Rezeption, ob die Packete (portabler Stand, Kundengeschenke, Brochürenhalter, Produktproben) für mich bereits angekommen sind. Man konnte mir hier nicht weiterhelfen und schickete mich in den 4. Stock zu einem anderen Mitarbeiter. Der konnte jedoch nicht wirklich Englisch und verstand wohl nur “package” und schickte mich an die Rezption. Wieder dort angekommen erkundigte ich mich erneut und man wollte mich wieder in den 4. Stock schicken. Allerdings sagt ich, dass ich da gerade herkomme und da keine Packete sind bzw. der Kollege mich nicht versteht. Man meinte dann, dass Lieferungen immer erst nach 13 Uhr erfolgen und ich daher später noch mal an der Rezeption anfragen soll (wozu wurde ich dann um 11:00 in den 4. Stock geschickt?).

Unsere Kollegin aus England sollte planmäßig um 10:40 landen und meiner Rechnung zufolge daher gegen ca. 12:15 im Hotel eintreffen. Ich wartete daher in der Lobby und habe mir die Zeit mit Lesen vertrieben. Als es allerdings so langsam auf 12:45 Uhr zuging und die Kollegin immer noch nicht eingetroffen war, fragte ich sicherheitshalber an der Rezeption nach ob man denn wüsste ob der pick-up bereits stattgefunden hat. Die Antwort “Sir, pick-up service was not arranged with us ” offenbarte zusammen mit den noch nicht eingetroffenen Packeten, dass  dies durchaus noch zwei spannende Tage in Jakarta werden könnten.

Ich ging aufs Hotelzimmer, um die Nummer von unserer Englischen Kollegin zu erfragen, allerdings kam es dazu nicht, da ich, kaum in meinem Zimmer angekommen, einen Anruf von der Rezeption erhielt, dass meine Kollegin nun im Hotel eingetroffen ist und gerade am einchecken ist. Es stellte sich heraus, dass der Organisator des Symposiums (Ingrid Surono) einige Redner für das Symposium persönlich am Flughafen abgeholt hat ohne irgendwem bescheid zu sagen. Somit war ich und meine Kollegin zwar zunächst geschockt und überrascht, die Organisatorin hatte jedoch die Ruhe weg.

Ich erkundigte mich anschließend an der Rezeption nach einem nahegelegnen Foodcourt und meine Kollegin und ich gingen dort etwas essen. Er war nur ca. 5 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt. Dort haben wir dann einige locale Gerichte bestellt, darunter Gado Gado, ein Salat indonesischer Art mit Ernusssauce.

Wir waren gegen 14 Uhr zurück im Hotel und ich erkundigte mich erneut nach meinen Packeten. Das Spiel vom Vormittag wiederholte sich: Rezeption…4.Stock…nix verstanden…Rezeption…Packete kommen im 4. Stock an…4.Stock…vllt. im 3.Stock beim Kollege…3. Stock…Kollege weiß nicht worum es geht…vllt. weiß der andere Kollege im 4.Stock was…4.Stock…kann kein Englisch außer “Hello Sir, how can help you” (das ich nicht lache)…Rezeption. Ich teilte dann der Rezeption mit, dass sie es einfach lassen sollen nach den Packeten zu schauen. Allerdings haben sie auch von diesem Satz wieder nur “Package” verstanden und versicherten mir, dass sie weitersuchen werden. Ich ging auf mein Zimmer und versuchte meine Kollegen aus Jakarta zu erreichen, damit sie in Bahasa für mich sprechen können. Allerdings kamen diese gerade an, als ich in meinem Zimmer (10. Stock) zum Telefon greifen wollte. Also wieder runter…zu dem Zeitpunkt hätte mir wahrscheinlich keins meiner Hemden, die dabei hatte, mehr gepasst.

Ich weiß gar nicht, ob ich den indonesischen Kollegen überhaupt “Hallo” gesagt habe. Ich weiß nur noch, dass ich folgendes gesagt habe: “Could you please be so kind and ask the guy at the reception the following simple question: “Did they receive any shipment that is addressed to me?”". Die indonesischen Kollegen sagten mir dann, dass sie die Packete im Auto haben und nie ans Hotel geschickt haben. In dem Momemt wurde mir klar, dass die Mitarbeiter im Hotel wahrscheinlich überhaupt kein Wort von dem verstanden haben was ich wollte, sonst hätten sie nicht ewig gesucht (oder wie sucht man sonst was, was man nie erhalten hat?) Ich sah mich in meiner “Englisch hören können und Englisch verstehen können sind zwei paar Schuhe”-Theorie etwas bestätigt.

Zu dem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, was mich noch erwarten sollte…

Da ja die Packete nun definitiv da waren, konnte man ja nun anfangen den Stand aufzubauen (Das war zumindest meine Idee). Wir gingen also an die Rezeption und ich erklärte meinen indonesischen Kollegen, dass ich die Packete aus ihrem Auto gerne an dem Ort hätte, wo wir den Stand laut Organisator aufbauen sollen. Meine Kollegen übersetzen nach Bahasa und 10 Minuten später war alles im 4. Stock …Ab jetzt ging es also vorwärts…Der Mitarbeiter des Hotels im 4. Stock (einer der den Anschein machte englisch sprechen zu können, zumindest anhand der Uniform die er anhatte gegenüber den anderen) zeigte uns wo wir den Stand aufbauen können. Es wurden noch paar Worte in Bahase gewechselt mit den Händen bissi rumgefummelt und dann war der exakte Ort festgelgt: Im Eingangsbereich direkt vorm Aufzug. Zur Info: der aufgebaute portable Stand hat eine Spannweite von ca. 3,50m. Dazu kommen Plakate und diverse andere Sachen. Ein Messenstand halt! Kurze Überschlagsrechnung liefert: Kann irgendwie nicht so richtig sein…Ich erkundigte mich, wo denn dann die anderen Aussteller ihren Stand aufbauen (geplante 5 andere), wenn wir ca. 80% des vorhandenen Platzes einnehmen. Meine Kollegen übersetzten…Gespräche in Bahasa folgten…Meine Kollege übersetzen die Antwort des Mitarbeiters: “Wenn wir den Stand kurz aufbauen wollen, können wir das ruhig machen, wenn uns die Entscheidung dadurch leichter fällt, ob wir in ihrem Hotel eine Konferenz halten wollen.”

WAS? Ich sagte, dass die kommenden zwei Tage in diesem Hotel ein Symposium stattfindet und wir bei diesem anwesend sind und neben uns 5 andere Unternehmen als Aussteller anwesend sind. Der Mitarbeiter sagte, dass in diesem Hotel kein Symposium stattfindet. An dem Punkt habe ich die Kollegen dann kurz verlassen und aus meinem Zimmer (10. Stock) meine Unterlagen geholt. Wieder im 4. Stock angekommen zeigt ich dem Mitarbeiter die Adresse von seinem Hotel für das er arbeitet mit dem Name des Symposiums inkl. eines Lageplan, auf dem eindeutig zu sehen ist, wo der Raum sein sollte, in dem die Unternehmen ihre Stände aufbauen können. All das half aber nicht weiter. Er war fest davon überzeugt, dass in diesem Hotel nichts stattfindet. Er untermauerte dies mit dem Hinweis, dass das Symposium in einem anderen “Pan Pacific” Hotel in Jakarta stattfindet. Selbst meine indonesischen Kollegen fingen nun an zu schmunzeln und die Stirn zu runzeln. Allerdings war ganz untem am Ende meiner Informationsseite der Name des Organisators erwähnt: “Ingrid Surono”. Und auf einmal war alles sonnenklar. Mir wurde klar, dass alles in diesem Hotel wahrscheinlich unter dem Name des Organisators lief und nie irgendjemand erfahren hat, welche Veranstaltung überhaupt stattfindet.

Wir wurden direkt in den 3. Stock ins noble “Executive Office” geführt und wurde gebeten kurz auf den Projektleiter des Projekts “Ingrid Surono” zu warten. Ab jetzt geht es vorwärts…Nach 30. Minuten rumsitzen kam dann endlich ein Herr in das Wartezimmer. 3 Minuten Gespräche in Bahasa. Meine Kollegen übersetzen: “Es ist nicht der richtige Ansprechpartner. Wir müssen uns noch etwas gedulden”. Nach weiteren 30 Minuten kam ein zweiter Herr (es war tatsächlich nicht der selbe noch mal…ein Fortschritt?) herein. er wusste worum es geht und hat uns – dreimal dürft ihr raten – in den 4. Stock geführt. Allerdings haben wir dann tatsächlich die Räumlichkeiten gezeigt bekommen und diese stimmten zu 100% mit dem Lageplan überein. Gegen 18 Uhr fingen wir dann an den Stand aufzubauen. Gegen 18:30 waren wir fertig und die indonesischen Kollegen fragten, wann sie morgen früh dann hier sein sollten, um mich zu unterstützen. Da es um 8:00 losgehen sollte sagte ich, dass ich um 7:30 Uhr da sein werde und es langt, wenn sie kurz vor 8 Uhr da sind.

Den Abend haben wir dann in der Hotelbar bei Essen und Trinken mit dem Kollege aus Belgien, der Kollegin aus England und zwei meiner Kollegen aus Singapore (darunter auch der Chef) ausklingen lassen.

Am nächsten morgen (Mittwoch 04.08) ging ich dann, nach dem Frühstück im Hotel, in den 4. Stock zu unserem Stand. Ich dachte mich trifft der Schlag! Unser Stand wurde in eine Parzelle gebaut, die am Abend davor nocht nicht da war. Für alle anderen Unternehmen war ebenfalls eine Parzelle errichtet worden. D.h. unser Stand wurde etweder getragen oder ab- und wieder aufgebaut. So sah er auch aus. Alles, aber auch wirklich alles, hing von krumm nach schepp. Also habe ich um 7:30 angefangen unseren Stand neu aufzubauen. Kein Problem die Kollegen sind ja 15 Minuten da zum helfen. Gegen 8:30 war ich dann fertig. Meschen waren aber weit und breit nicht zu sehen. Nicht schlecht für ein Symposium, dass um 8 Uhr beginnt. Um 9:30 kamen dann die Kollegen und es ging auch mit dem Symposium los. andere Unternehmen haben gegen 11 Uhr angefangen den Stand aufzubauen.  Das war sogar gar nicht so blöd, denn der komplette Tag war bis auf zwei 15-minütige Kaffepausen und einer einstündigen Mittagspause von 8 bis 17 Uhr mit Vorträgen vollgepflastert. D.h. es gab nur 4 Möglichkeiten, wann überhaupt die Möglichkeit besteht, dass jemand an unseren Stand kommt:

  1. Kaffepause am Vormittag
  2. Mittagspause
  3. Kaffepause am Nachmittag
  4. Nach dem Vorträgen

ad 4: Da das Symposium erst um 9:30 losging wird es wohl auch länger dauern wie geplant und es wird kaum einer Lust haben um 18:30 noch an irgendwelche Stände zu gehen. Außerdem war von 19-22 Uhr ein gemeinsames Dinner vom Veranstalter geplant mit anschließender “Culture Night”.

ad 1 und 3: Da die Toiletten, sowie Kaffe und Häppchen gegen 10:00 in der Eingangshalle vorm Aufzug aufgebaut wurden (man erinnert sich wo uns angeboten wurde unseren Stand aufzubauen) und wir ja in einem Extrraum sind, kommt auf dem Weg zum Klo gar keiner an unseren Ständen vorbei! Und wo trinkt man den Kaffee? Richtig: Dort wo die Häppchen sind. Und wo die Häppchen sind und Kaffee getrunken wird, da sind Leute. Und wo Leute sind gehen andere Leute hin.

ad2: Scheint die einzige Möglichekit zu sein überhaupt jemandem anzutreffen.

Leider stellten sich meine um 10:00 angestellten Überlegungen als korrekt heraus. Wir standen bis auf die Zeit von 13-14 Uhr komplett alleine am Stand rum. Vereinzelt kamen ein Paar nach dem Mittagessen in den Extraraum, um sich die Ausstellungen der Unternehmen anzuschauen.

Ganz so schlimm war es allerdings auch nicht, denn so hatte ich am Mittwoch sehr viel Zeit die ab Donnerstag Abend anstehende Tour in Chiang Mai zu planen. Und das tat ich auch.

Das Dinner verlief ähnlich grandios. Wir waren alle pünktlich um 19 Uhr vor dem Saal zum dinieren. Kein Mensch weit und breit, kein Essen weit und breit. Allerdings war für ca. 100 Leute gedeckt als gäbe es ein 39-Gänge-Menü und jeder hatte bereits ein Glas Wasser auf dem Tisch und ca. 44 Kellner standen bereit. Wir entschieden uns zunächst ein Drink in der Hotelbar zu uns zu nehmen und um 19:30 noch mal in den 4. Stock zum Saal zu gehen. Allerdings hatten wir ein sehr interessantes Gespräch über die Franzosen in Belgien und so verging die Zeit. Gegen 20 Uhr bewegten wir uns dann in Richtung Aufzug. Mittlerweile waren ca. 11 Leute am Essen und es war ein Selbstbedienungsbuffet aufgebaut. Das Essen war relativ kalt, was natürlich unsere eigene Schuld ist, waren wir ja eine Stunde zu spät…Nachdem man sein Essen auf dem Teller hatte, musste man sich durch die herumstehenden Kellner kämpfen. Es gab 2 Tanzvorführungen und eine Gesagsvorführung, die gar nicht soo schlecht waren. Alles zusammen dauerte ca. 25 Minuten. Das muss wohl die “Culture Night” gewesen sein, da wir ab ca. 20:45 Uhr alleine im Saal saßen.

Zum Donnerstag gibt es nicht viel zu sagen. Gleiches Programm wie am Mittwoch nur andere Redner und evtl. andere Vorträge. Zumindest für uns hatte sich nichts verändert, außer das der Tag für mich um 11:30 zuende war, da ich bereits um 14 Uhr zurück nach Singapore fliegen musste, da ich ja bereits einen Flug nach Bangkok in einen 4-tägigen Urlaub gebucht hatte. Achja, eine Sache war noch anderes: Ich hatte die Kollegen diesmal für 7:30 Uhr bestellt…Sie kamen dann pünktlich um 9:30 Uhr und haben so nur 5 Minuten der Veranstaltung verpasst, die ja um grob vage 8 Uhr losging ;-) – Verrücktes Land.

Knobelaufgabe:

  1. Da mein Flieger um 14 Uhr nach Singapore ging wurde mir von meinen indonesischen Kollegen aus Jakarta ans Herz gelegt, spätestens (sic!) um 11 Uhr das Symposium bzw. die Ausstellung zu verlassen, um meinen Flug rechtzeitig zu bekommen. Die Begründung hierfür war, dass der Verkehr in Jakarta extrem schlimm sei. Stau sei immer und überall möglich, insbesondere im Berufsverkehr. Selbst die Tatsache, dass ich im Berufsverkehr am Dienstagmorgen nur ca. 45 Minuten ins Hotel gebraucht habe, war nicht stichhaltig genug, erst gegen 11:30 Uhr das Hotel zu verlassen. Es muss spätestens 11 Uhr sein, weil der Verkehr so dermaßen schlimm ist.
  2. Das Gespräch hierüber fand am Dienstag Abend statt, nach dem der Stand aufgebaut wurde, ca. 18:30 Uhr.
  3. Die indonesischen Kollegen kamen am Mittwoch 2h zu spät.
  4. Die indonesischen Kollegen kamen am Donnerstag 2h zu spät.

Was war der Verspätungsgrund an beiden Tagen?

Ich weiß, mit Stau im Berufsverkehr hätte ja keiner der Kollegen rechnen können, hat man den ja jeden Tag, ne? :-D Ich bin übrigens um 11:30 Uhr erst gegangen und habe am Flughafen in Ruhe zu Mittag gegessen :-D Dummerweise konnte der Flieger am Ende dann sogar erst 20 Minuten zu spät geboarded werden.

Jakarta, Indonesia

Vom 25.07 bis 27.07 besuchte ich einen Kumpel in Jakarta. Dazu muss man sich erst mal mit 25 USD für ein Visum ausstatten, mit SGD für das Taxi zum Flughafen und zurück sowie IDR für Taxi und alles was man in Indonesien erwerben will. Allerdings gibt es Money Changer sowohl an den Flughäfen als auch in Singapore an zahlreichen Orten.

USD, SGD und IDR

Mein Kumpel teilte mir zuvor seine Adresse mit und informierte mich, dass ich auf keinen Fall mehr für ein Taxi vom Flughafen zu ihm zahlen sollte als 100.000 Indonesische Rupia (IDR) = 8,60 EUR. Alternativ gab er mir eine Beschreibung, wie ich mit dem Bus in die Stadt komme und von dort zu ihm mit dem Taxi weiterfahren kann.

Als ich gegen 19:30 am Flughafen in Jakarta angekommen war machte ich mich auf direktem Wege zum Taxistand. Wie immer war der Preis verhandelbar, allerdings wollte keiner unter 150.000 IDR in die Stadt fahren. Da es jedoch schon recht spät war und wir am Abend ja noch was unternhemen wollten, machte ich kurzen Prozess und sagte den Taxifahrern, dass ich für 100.000 fahre aber nicht mehr bereit bin zu zahlen oder eben gar nicht fahre. Als Antwort bekam ich dann oft “ok ok, special price for you sir: 140.000″. Mir kam es ein wenig so vor als “hört” zwar jeder Englisch aber keiner “versteht” es. Im Endeffekt wollte sich niemend auf mein Angebot einlassen, von daher brach ich die ganze Aktion nach drei Versuchen ab und bewegte mich zur Bushaltestelle am Flughafen. Diese befand sich jedoch ganz am Ende und ich musste daher an weiteren 20 Taxifahrer vorbeilaufen, die alle ihr Geschäft machen wollten. Einige merkten sofort, dass es etwas seltsam ist, dass ein “bulai” (= Weißer) nicht mit dem Taxi fährt und sie fragten mich, wie ich in die Stadt kommen will. Auf meine Antwort, dass ein Bus für ca. 20.000 in die Stadt fährt lagen die Angebote urplötzlich nur noch um 120.000. Aber ich hatte mittlerweile entschieden den Bus zu nehmen, dann erlebt man auch gleich was. Am Schalter für die Busse in die Stadt habe ich ein Ticket in die Stadt für 22.000 IDR erworben. Im Bus nahm neben mir Turinto platz, der aus Indonesien stammt und alle 14 Tage nach Indonesien fliegt, um seine Familie zu besuchen. Er arbeitet nämlich in Singapore.

Wir mussten beide nach ca. 30 Minuten Fahrt an der Station Slippi Jaya aussteigen. Ich nahm dann ein Taxi zu meinem Kumpel was weitere 25.000 IDR kostete.

Nach einem Gespräch und einem kalten Begrüßungsbier sind wir von ihm aus  in die Stadt gestartet und habe den Rest des Abends in einer Bar/Club nahmens CJs verbracht. Dort trafen wir ein paar Freunde von meinem Kumpel, u.a. Yessi. Da mein Kumpel am nächaten Tag (Samstag) arbeiten musste und ich die Stadt erkunden wollte, bot mir Yessi an mich mit ihrem Auto durch die Stadt zu fahren und an diverse Orte zu bringen, die für einen Touristen interessant sein könnten. Ich hatte also einen kostenlosen Tourguide (local) gefunden, großartig.

Yessi holte mich am nächsten Morgen um 8 Uhr bei meinem Kumpel ab und wir fuhren diverse Stationen in Jakarta ab:

Mir wurde nun auch klar, dass es durchaus praktisch war, dass mich jemand mit dem Auto herumfuhr, da es nicht so einfach ist in Jakarta von Ort zu Ort zu kommen. Das liegt daran, dass Jakarta zunächst mal rießig ist, wesentlich größer wie die Städte, die ich bisher besucht habe. Andererseits existiert in Jakarta keine U-Bahn, mit der man mal schnell und künstig von hier nach da fahren kann. Des Weiteren ist auch das Bussystem nicht allzu leicht zu durchschauen (angeblich fahren diese noch nicht einmal eine vorgegebene Route ab). Daher bleibt für den Tourist wohl eher nur das Taxi als Fortbewegungsmittel.

Neben den üblichen Touristenpunkten waren wir noch auf einem Markt gewesen. Dieser Befand sich im Erdgeschoss einer Shopping Mall (Modell Indonesia). Hier hat sich Yessi diverse DVDs gekauft und mit Wii-Spielen nahezu eingedeckt. Anschließend waren wir in dieser “Shopping Mall” noch Mittagessen bevor die zweite Hälfte des Tages anbrach. Gefühlt habe ich mehr oder weniger die ganze Stadt gesehen und gegen 16 Uhr wusste dann auch Yessi nicht mehr was sie mir noch zeigen könnte. Da ich auch mittlerweile recht müde war (es ist sehr warm in Jakarta) beschlossen wir also dass sie mich wieder bei meinem Kumpel absetzt.

Mein Mittagessen in Jakarta

Mein Mittagessen in Jakarta

Ich hielt ein kurzen Mittagsschlaf bis 18 Uhr und gegen 20 Uhr zogen wir dann am Samstag Abend wieder los Richtung Stadt. Wir landeten in einer Bar namens B.A.T.S., die sich im Keller des Shangri-La Hotels befand. Hier spielte eine Liveband und das aktuelle WM-Spiel wurde auf eine Leinwand projeziert, so dass man es nachverfolgen konnte.

Am Sonntag haben wir dann ausgeschlafen, sind eine Runde schwimmen gegangen im Pool meines Kumpels, der Teil seiner Unterkunft in einem Wohnblock (ähnlich wie ein Condo in Singapore) darstellt. Die Zeit reichte nicht mehr wirklich, um noch groß die Stadt zu erkunden, obwohl ich gerne noch unbedingt einen Slum gesehen hätte, daher entschieden wir uns ins Fitnessstudio in der Shopping Mall um die Ecke zu gehen, bei dem mein Kumpel Mitglied ist. Anschließend waren wir noch etwas zusammen zu Abend essen und gegen 19:30 habe ich mich auf den Weg zum Flughafen gemacht. Mein Freund fuhr mit dem Taxi in die Stadt, um sich in einer Bar mit eine paar Freunden das Spiel um Platz 3 und 4, Deutschland gegen Uruguay, anzuschauen.

Mein Flieger sollte eigentlich um 21:00 nach Singapore abheben, allerdings hatte er an diesem Tag 2h Verspätung. Ich konnte somit vor dem Gate auf dem aufgebauten Fernseher das Spiel Deutschland gegen Uruguay verfolgen: Eine herrliche Verspätung!

Ich am Flughafen Jakarta vorm Fernseher. Der Flieger hatte 2h Verspätung, daher konnte ich das WM-Spiel schauen

Jakartsa ist ein komischer Ort, aber trotzdem recht interessant. Abgesehen davon, dass die Stadt rießig ist und der Verkehr schlimmer ist, wie alles was ich je in Asien gesehen habe, gibt es hier recht wenig  “Weiße”. Das hat zum Einen die Folge, dass man recht oft gegrüßt wird und zum anderen, dass der Ort sehr wenig touristisch ist. Interessant ist auch wie nah in einer Stadt sehr reich und sehr arm zusammenliegen kann. Slums befinden sich oftmald im “Hinterhof” eines völlig modernen Einkaufszentrums oder modernen (teuren) Wohnblocks:

Blick aus dem 23. Stock des Wohnblock in Richutng "Hinterhof".

Ihr glaubt gar nicht, was man auf einer Autobahn alles verkaufen und machen kann, wenn Stau ist! Folgende Bilder hab ich persönlich auf einer Autobahn gemacht, wo ganz lange davor und danach nix war außer Straße:

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